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Korschenbroich: Bei DJK Kleinenbroich wird jetzt auch Boule gespielt

Sport in Korschenbroich : Boule-Freunde werfen jetzt im Verein die Kugeln

Die DJK Kleinenbroich ist um eine Abteilung reicher. Nun wird in dem Klub auch Boule gespielt. In der fröhlichen Gruppe gibt es bislang nur eine Frau.

  Die DJK Kleinenbroich hat seit kurzem eine Boule-Abteilung. Initiator Stéphane Renoux war geradezu prädestiniert dazu, diese Abteilung zu gründen: Sein Vater ist Franzose, und jetzt bringt er einen Hauch von Savoir vivre in den Kleinenbroicher Traditionsverein. Wo sonst wird während des Trainings Wein ausgeschenkt? Und wo heißt die Zielfigur nicht „Schweinchen“, sondern Cochonnet?

Der Kern der munteren Truppe kennt sich bereits seit einigen Monaten: „Wir hatten bislang auf Schotterwegen gespielt“, sagt Stéphane Renoux. Im Freundeskreis sei dann die Idee aufgekommen, sich einem Verein anzuschließen. Die Boule-Spieler machten dem Vorsitzenden der DJK Kleinenbroich die Entscheidung leicht, ja zu sagen – immerhin stellten sie den Platz in Eigenregie her.

„Vor kurzem hatten wir das gesellige Anspielen“, sagt der Vorsitzende. Natürlich habe es die typischen Bratwürste aus Rindfleisch gegeben, eine französische Spezialität namens Merguez. Der 49-Jährige muss zugeben, dass die noch junge Abteilung derzeit noch männerlastig ist – unter den 26 Mitgliedern sind lediglich sieben Frauen. Dafür sind so ziemlich alle Altersklassen vertreten, das Spektrum reicht von 36 bis 79 Jahren.

Das Klima ist betont freundschaftlich, aber es mangelt auch nicht an sportlichem Ehrgeiz. Und weil das so ist, kommen regelmäßig zwei Trainer vom TC Vorster Wald nach Kleinenbroich, nämlich Wolfgang Dietrich und Harry Ziegert. Sie geben ihr Boule-Wissen auch in Volkshochschulkursen weiter. Einen solchen Kurs hatte Stéphane Renoux besucht. „Boule ist ein Sport für Jedermann“, erklärt Wolfgang Dietrich. Deshalb sind die Kurse auch immer gut besucht. Und das ist auch der Grund dafür, dass er diese Sportart sogar Senioren in Tagespflege in Kaarst beigebracht hat. Für Stéphane Renoux ist es ein entscheidender Vorteil, dass jeder Boule-Spieler von Anfang an in der Gemeinschaft mitspielen kann. Aber er räumt auch ein, dass „ein gewisses Ballgefühl“ schon mitgebracht werden müsse. „Es macht vom ersten Mal an Spaß“, erklärt Michael Pesch.

Der Boule-Sport ist zwar ein Vergnügen, aber kein teures: „Drei Wettkampfkugeln aus Stahl kosten rund 90 Euro, sie wiegen jeweils 700 Gramm und haben einen Durchmesser von 71 bis 77 Millimeter. „Ich darf seit Neuestem sogar das Boule-Sportabzeichen abnehmen“, freut sich Wolfgang Dietrich.

Weitere Infos gibt es unter 0172 2127503 oder per Mail: boule@djkkleinenbroich.de.