Korschenbroich: Bedarf an Plätzen in Kindertagesstätten wird ermittelt

Bedarf in Korschenbroich wird ermittelt: Kita-Plätze sollen für alle Kinder reichen

Derzeit wird in den Korschenbroicher Tagesstätten der Bedarf für das neue Kindergartenjahr ermittelt. Laut Prognose soll es für alle Kinder einen Platz geben. Bei den über Dreijährigen könnte es zu leichten Überbelegungen kommen.

Kinder wollen spielen, Spaß haben, neugierig sein und die Welt erkunden. Ihnen ist es völlig egal, dass mitten im März ein neues Jahr beginnt. Doch dies wissen auch die meisten Erwachsenen nicht, es ist aber so: Am 15 März startet ein neues Kindergartenjahr. Und das ist ein Termin, bei dem es vor allem um Fördergeld vom Land geht. So denken nun auch die Mitarbeiter in Kindertagesstätten und im Rathaus Korschenbroich darüber nach, wie viele Kinder vermutlich ab März betreut werden müssen. Das Ergebnis allen Rechnens und Prognostizierens trägt die Überschrift „Kindergartenbedarfsplan“.

Darüber sprachen jetzt die Mitglieder des Kreisjugendhilfeausschusses und stellten etwas Positives fest. In den vergangenen Jahren waren sie davon ausgegangen, dass die Kinderzahlen insgesamt zurückgehen. Deshalb wurden Gruppen in Kindertageseinrichtungen für Kinder über drei Jahren in Gruppen für Kinder unter drei Jahren umgewandelt. Doch schon im Kindergartenjahr 2013/2014 wurden mehr Kinder als im Jahr zuvor geboren. Das setzte sich bis zum vergangenen Jahr fort. So musste wieder ein größeres Angebot für Kinder über drei Jahren geschaffen werden. Im Bereich des Kreisjugendamtes, zu dem auch Korschenbroich gehört, waren das insgesamt 402 zusätzliche Plätze für Kinder über drei Jahren in Kitas.

„Bisher hat es immer funktioniert, dass alle, die einen Platz wollten, auch einen bekommen haben“, sagt Wolfgang Wappenschmidt, der als Korschenbroicher Kreistagsabgeordneter im Jugendhilfeausschuss mitarbeitet. „Es ist ja erfreulich, dass wir eine Zunahme bei den Kindern haben.“ Wappenschmidt führt das vor allem auf die neuen Baugebiete in der Stadt zurück, wo sich viele junge Familien einen neuen Lebensmittelpunkt geschaffen haben.

„In Korschenbroich erfüllen wir den Bedarf derzeit zu 96 Prozent“, sagt der zuständige Jugenddezernent beim Rhein-Kreis, Tilmann Lonnes. Er sammelt in den nächsten Tagen die Zahlen ein, die ihm von den Kindertagesstätten genannt werden. „Es geht um die Prognose, wieviel Kinder es gibt und wieviel Plätze wir haben.“ Trotz enormer Zuzüge junger Familien werde man auch 2019/2020 allen Kindern über drei Jahren einen Kindergartenplatz anbieten. „Wir werden dennoch vermutlich nicht vermeiden können, in der einen oder anderen Gruppe eine Überbelegung zu machen, also zwei bis drei Kinder mehr, als Plätze zur Verfügung stehen“, sagt Wappenschmidt. „Bei Kindern unter drei Jahren sollten die Gruppen aber grundsätzlich nicht überbelegt werden“, ergänzt Lonnes. Er wird die Bedarfszahlen am 15. März an das Land melden. Denn für jedes betreute Kind in einer Tagesstätte im Bereich des Jugendamtes gibt es einen finanziellen Zuschuss.

Und das sind die Zahlen für das Kindergartenjahr 2019/2020 in Korschenbroich: 199 Kinder unter drei Jahren (U3), 60 Kinder unter zwei Jahren (U2) und 1051 Kinder über drei Jahren (Ü3) werden in den Kindertagesstätten für das neue Kindergartenjahr gemeldet. Für die fünf Kindertageseinrichtungen in Korschenbroich bedeutet das 64 U3-Kinder, 20 U2-Kinder und 300 Ü3-Kinder.

In den sieben Einrichtungen in Kleinenbroich ist Platz für 64 U3-, 15 U2- und 358 Ü3-Kinder. Drei Einrichtungen gibt es in Glehn für 34 U3-, 16 U2- und 195 Ü3-Kinder. Komplettiert werden die Bedarfszahlen durch die Kindergärten Donatusstraße in Pesch (zehn U3-, vier U2- und 46 Ü3-Kinder), Herrenshoff (15 U3-, fünf U2- und 100 Ü3-Kinder) und Liedberg (zwölf U3- und 52 Ü3-Kinder).

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