Korschenbroich: Bauprojekt Raderbroich wurde Zankapfel

Zufahrtswege : Bauprojekt Raderbroich wurde zum Zankapfel

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege diskutierte über die Situation der Zufahrt zu einem dort geplanten Einfamilienhaus.

Ein Zankapfel im öffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege am Dienstag war der Punkt, der schlicht mit „Raderbroich“ überschrieben war. Bereits seit über zwei Jahren beschäftigen sich Stadtverwaltung, Politik und Anwohner mit einem Baugrundstück in Raderbroich. Dort soll ein Einfamilienhaus gebaut werden. Es geht dabei um die Zufahrtssituation. Einige Bürger wiesen im Vorfeld darauf hin, dass alle drei in Frage kommenden Straßen, Nöhlenweg, Holzweg und Flachsbleiche, zu schmal für eine Zufahrt seien. Geplant ist von der Stadt die Zufahrt zum Grundstück über die Flachsbleiche.

Doch es gab auch noch andere Probleme. Ein Bürger sprach gar von einem Schildbürgerstreich, wegen des Spielplatzes: „Der soll weg und bei dem anzunehmenden Wachstum von Raderbroich muss dann irgendwann und irgendwo ein neuer Spielplatz her.“ Eine Bürgerin fragte an, ob für dieses Baugrundstück Bäume gefällt werden müssten. Die dort ständen, seien teilweise um die 25 Jahre alt. Ein weiterer Bürger äußerte sich schriftlich und meinte, dass es unseriös sei, jemanden glauben zu lassen, eine Verbreiterung der Flachsbleiche wäre in absehbarer Zeit realistisch. Er bat um eine Aufklärung, auf welcher rechtlichen Basis jetzt die Umwidmung in eine Zufahrtsstraße erfolgen solle. Erwähnt wurde in diesem Zusammenhang auch ein Klageweg seitens der Anwohner. Die Beschwerden wurden im Fachausschuss aufgenommen, eine erneute Offenlegung ist geplant. Beim Punkt „Westliches Baugebiet“ beschloss der Ausschuss, den Entwurf der ersten Änderung des Planes für die Dauer von einem Monat öffentlich auszulegen.

„Am Hommelshof“ beabsichtigt ein Investor die Errichtung mehrerer Doppelhaushälften sowie einiger Reihenhäuser. Es gingen bei der Stadt mehrere Stellungnahmen ein, die sich zumeist auf das Thema Verkehrssituation beziehen. Die Stadt teilte mit, dass sie keine Befürchtungen habe, dass sich dort die Situation verschlechtere.

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