Korschenbroich: Baugebiet "Am Hommelshof" Thema im Planungsausschuss

Diskussion im Korschenbroicher Planungsausschuss : Weniger Bebauung am „Hommelshof“

Ein Investor möchte an der Ecke Am Hommelshof/L 381 15 Wohneinheiten errichten. Anwohner der Straße halten dies für eine zu dichte Bebauung. Der Planungsausschuss machte sich nun für eine Reduzierung um zwei Einheiten stark.

Zufrieden mit dem Ergebnis waren René Nieendick und weitere Anwohner der Straße „Am Hommelshof“ nicht. „Es ist zwar ein Teilerfolg erzielt worden, doch auch gegen den jetzt gefassten Beschluss werden wir vorgehen“, sagte der Versicherungsmakler, der am Dienstagabend mit mehreren Mitstreitern die Ausschusssitzung für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege besucht hatte. Dort war unter anderem die Änderung des Bebauungsplans „Am Hommelshof“ Thema. Die Anwohner kritisieren die Pläne eines Investors, der auf dem unbebauten Areal an der Ecke Am Hommelshof/L 381 15 Wohneinheiten bauen will. Dazu wird es aber nicht kommen, die Politik entschied, dass der Plan mit der Reduzierung auf 13 Wohneinheiten überarbeitet werden muss.

Im vergangenen Dezember hatten die Anwohner erstmals die Gelegenheit gehabt, ihre Bedenken einzubringen. Dabei thematisierten sie vor allem eine zu dichte Bebauung sowie viele Probleme, die durch die enge Straße entstehen würden. Zudem befürchteten sie Parkplatzprobleme und kritisierten das Erscheinungsbild, das durch einheitliche Reihen- und Doppelhäuser entstehen würde.

Die Verwaltung sieht dies anders und folgte den Stellungsnahmen der Anwohner in den meisten Fällen nicht. „Bei den Planungen sind alle Normen und Regeln eingehalten worden. Die Straße Am Hommelshof war auch immer schon eine Haupterschließungsstraße mit Durchgangsverkehr. Daran ändert sich durch einen anderen Bebauungsplan nichts“, sagte der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach. Zudem solle der Bau einer Lärmschutzwand zur L 381 auch Vorteile für die Anwohner bringen. Diese sind jedoch enttäuscht, dass ihre Einwände kaum Gehör gefunden haben.

„Wir sind nicht grundsätzlich gegen eine Bebauung der Fläche. Aber wir ärgern uns darüber, dass die Belange eines Investors ein größeres Gewicht haben als die Bedenken der Korschenbroicher Bürger, die dort bereits seit Jahrzehnten leben“, sagte Nieendick. Onkelbach wiederum warb um Verständnis: „Als Stadt müssen wir auch darauf achten, den Flächenverbrauch optimal zu gestalten und auch Doppel- oder Reihenhäuser anzubieten. Und an dieser Stelle halten wir das städtebaulich für vertretbar.“

Diesem Standpunkt folgte die Politik. „Die SPD wird darauf achten, dass es in jedem Baugebiet kleinere Grundstücke und genügend sozialen Wohnungsbau gibt. Wir müssen jedem etwas bieten können. Am Hommelshof sollte aber darauf geachtet werden, dass es bei der Gestaltung der Häuser keine einheitliche Struktur gibt“, sagte Albert Richter. Rudolf Graaff von der CDU machte den Vorschlag, eines der fünf geplanten Doppelhäuser zu einem Einzelhaus umzuwandeln und nur vier statt fünf Reihenhäuser zu planen. Diesem Vorschlag auf Reduzierung um zwei Wohneinheiten wurde zugestimmt. „Wir werden uns aber auch dagegen wehren, denn wir halten auch das für eine zu dichte Bebauung“, sagte Nieendick.

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