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Korschenbroich: Barbara Zechel sang Chansons bei "Korschenbroich liest"

"Korschenbroich liest"-Veranstaltung : Französische Chansons mit Gefühl

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Sternstunden" von "Korschenbroich liest" trat die Sängerin und Schauspielerin Barbara Zechel auf.

Die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen von „Korschenbroich liest“ enden allmählich. Nun trat im Rahmen des Sommer-Lese-Festivals „Sternstunden“ die Sängerin und Schauspielerin Barbara Zechel auf. Sie entführte in die Welt der Klassiker unter den französischen Chansons. Dabei überzeugte Zechel nicht nur als Interpretin der Lieder. Sie trug auch ihre in deutsche Prosa übertragenen Übersetzungen mit Einfühlungsvermögen vor. Die Auswahl der Chansons konzentrierte sich auf das Thema der Liebe in ihren vielfältigen Formen und Farben.

Mit ausdrucksstarker Stimme entlockte Zechel in vielfältigen Nuancen den Zauber von Musik und Sprache. Sie setzte behutsame Akzente, steigerte leidenschaftlich, resolut, fordernd. Mit berührender Intensität entfaltete Zechel den Ausdruck von Wehmut, Traurigkeit, bezaubernder Naivität und gehaltvoller Tiefe, wie auch von gelassener Heiterkeit und Leichtigkeit. Wenn Zechel am Ende eines Liedes ein sanftes „Merci“ hauchte, wirkte dies niemals als Zäsur. Vielmehr ließ es die Magie des gerade Gehörten nachwirken.

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In der Moderation half die Mannheimer Künstlerin Hintergründe zu verstehen. Christian Maurer bot der Interpretin am Flügel die absolut stimmige Begleitung. Zurückhaltend unterlegte der Pianist die von Zechel gesprochenen Übersetzungen und vollendete mit ihr die oftmals gleitenden Übergänge zwischen gesprochenem Wort und gesungenem Chanson. Zum Reigen von „Les Classiques“ zählten unter anderem „Les Champs-Elysées“, „La Mer“, „Ne me quitte pas“ sowie die wunderbaren Chansons der unvergesslichen Juliette Gréco und von Jacques Brel, vielfach als Franzose verehrt, in Wahrheit allerdings Belgier.

In der zweiten Zugabe endlich sang Zechel auf den Spuren der großen Edith Piaf auch „Non, je ne regrette rien“ (Nein, ich bedaure nichts). Genauso dürfte das Publikum seine Entscheidung für den Besuch der Veranstaltung empfunden haben.