Korschenbroich: Ausstellung mit Thema Venezuela im Kunsthaus Dreho

Ausstellung in Liedberg : Künstler richten Fokus auf Venezuela

Eine Ausstellung in Liedberg beschäftigt sich mit dem südamerikanischen Land. An den kommenden beiden Wochenenden sind im Kunsthaus Dreho Werke von elf Künstlerinnen und Künstlern zu sehen.

Venezuela ist das große Thema, wenn Gabriela Drees-Holz am Freitag, 13. September, eine Ausstellung mit Werken von elf Künstlerinnen und Künstlern eröffnet. In diesem Land ist sie aufgewachsen, und die Kontakte zu ihren Schulfreunden sind nie abgebrochen. „Venezuela – Verlorene Welten“: Die Exponate bilden eine enorme Bandbreite künstlerischen Schaffens ab. Und sie atmen den Geist des Landes.

Gabriela Drees-Holz selbst hat für die Ausstellung einer eleganten Dame – im Kern eine Schaufensterpuppe – ein glamouröses Kleid gefertigt – und dafür zu unzähligen Kaffee-Kapseln gegriffen, für deren Herstellung Bauxit benötigt wird. Beate Bündgen aus Erkelenz wird mit einer Freiheitsstele vertreten sein – einem Appell, Verantwortung für das eigene Leben und das Leben anderer zu übernehmen. Dietmar Jäkel aus Essen setzt sich mit seiner Malerei mit den Tafelbergen in Venezuela auseinander, die extrem zerklüftet und damit unbewohnbar sind – verlorene Welten also. Die Magie dieser Berge fängt er auf hervorragende Weise ein.

Roberto Lampo hat in Venezuela als Architekt gearbeitet. Auf sehr abstrakte Weise und mit starken, kontrastreichen Farben setzt er sich mit dem Avila-Massiv auseinander. Gabriela Drees-Holz hat dieser Bergzug ebenfalls inspiriert: Die Umsetzung erfolgte in Form einer Mischung aus Malerei und Handarbeit. Sie lässt sich zudem überraschen, mit welchen Exponaten Ingo Prall aus Saarbrücken vertreten sein wird. Der Architekt ist ebenfalls einer ihrer Klassenkameraden. Und Gisela Schmachtenberg-Scherlitzki aus Raderbroich setzt sich mit den Pfadfindergräbern in Liedberg auseinander – auch das zumindest eine kleine verlorene Welt. Ihre Textilarbeiten haben mehrere Ebenen, typisch sind die Cut-Outs.

Die Ausstellung am Hagweg 1 wird am 13. September um 18 Uhr eröffnet. Sie ist am 14. und 15. sowie am 21. und 22. September zu sehen, samstags von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

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