Korschenbroich: Ausstellung der Kunstweiber im Sandbauernhof Liedberg

Ausstellung in Liedberg : „Kunstweiber“ im Sandbauernhof

Fünf Künstlerinnen stellten ihre Werke in Liedberg aus.

Erika Wildtraut, Heike Flint, Heike Pohs, Hilla Baecker, Jessica Zugehör und Ursula Breuer-Kieven stellten jetzt gemeinsam als „Kunstweiber“ im Liedberger Sandbauernhof aus. Sie präsentierten eine Vielzahl von künstlerischen Ausdrucksformen. „Mosaik verschönert die Welt, macht sie bunter“, lautet das Credo von Heike Flint. Die 49-jährige Kaarsterin bedient sich dabei unterschiedlicher Techniken und verschiedener Materialien wie Glas oder Fliesen. Sie liebt die Gegensätze, zeigte Steine auf Plüsch, Abstraktes, aber auch Porträts.

Heike Plohs aus Schlich lässt gerne Zeichnerisches in ihre Malerei mit einfließen. Häufig findet man bei ihr die Kombination als Aquarell und Gelstift-Zeichnung. Wie ein roter Faden zieht sich durch ihr Werk der Eindruck von Leichtigkeit, von Bewegung – und von Farben mit großer Leuchtkraft. Gläser hatte sie jetzt erstmals mit Monotypien ummantelt. Hier sorgt eine Kerze im Glas für eine besonders große Leuchtkraft.

Erika Wildtraut (80) aus Mönchengladbach liebt den speziellen Charme des Morbiden, Rost hat für sie eine große Anziehungskraft. Ihre abstrakten Arbeiten reichert sie unter anderem mit Asche und Strukturpaste an. Nur dumpfe, gebrochene Farbtöne haben eine Chance bei ihr. Bei einigen Arbeiten geht es ihr nur um die Strukturen – hier spricht sie von „stillen Bildern“.

Hilla Baecker hat ihre Fotos am Computer bearbeitet. Sie zeigte jetzt Arbeiten in Transfertechnik und Impressionen aus Paris und Berlin: Die Wandmalereien dort hatten es der Fotografin angetan. Jessica Zugehör aus Raderbroich möchte mit ihren Bildern Stimmungen einfangen – was ihr auch gelungen ist: Das tosende Wasser , der mächtige Felsen – der Betrachter spürt sie, die Kälte und das ohrenbetäubende Rauschen. Die Blumenbilder in Ei-Tempera wirken, als hätten sie schon so manchen Umzug von einem Landhaus ins andere überstanden, die Verletzungen, die dabei entstanden, sind von der Künstlerin so gewollt und machen die Bilder unverwechselbar. Ursula Breuer-Kieven (64) verarbeitet Fundstücke zu Materialcollagen. Immer wieder baut sie Schlüssel in ihre Bilder ein als Symbol für neue Wege, neue Türen, die dem Leben eine neue Richtung geben.