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Korschenbroich: Arbeiten an Zeelink-Pipeline dauern wohl bis Sommer

Erdgas-Pipeline durch Korschenbroich : Zeelink-Arbeiten sollen im Sommer abgeschlossen sein

Eigentlich sollte der Pipeline-Abschnitt im Korschenbroicher Stadtgebiet schon im vergangenen Jahr fertig werden. Wegen schlechter Witterung mussten die Arbeiten jedoch für mehrere Monate unterbrochen werden.

Wer dieser Tage zum Spaziergang rund um Kleinenbroich, Glehn oder Hochneukirch unterwegs war, dem wird es vielleicht schon aufgefallen sein. Die Arbeiten an der Zeelink-Pipeline gehen weiter. In ihr soll künftig Erdgas aus dem belgischen Zeebrügge in das deutsche Netz geleitet werden. Von den 215 Kilometern auf deutschem Boden verlaufen acht durch Korschenbroich und sollten eigentlich Ende des vergangenen Jahres fertiggestellt werden.

„Die Witterungsverhältnisse haben ab November 2019 für stark wassergesättigte Böden im Bereich der Trasse gesorgt“, teilt ein Sprecher von Open Grid Europe auf Anfrage unserer Redaktion mit. Die Firma führt die Arbeiten an der Pipeline durch. „Da wir sehr auf den Bodenschutz achten, haben wir in Abstimmung mit den Anliegervertretern die Arbeiten zur Verlegung der Pipeline unterbrochen.“

Die Lage habe sich durch das gute Wetter der vergangenen Wochen verbessert. An allen „Teilgewerken“ könne die Arbeit wieder aufgenommen werden. „Wir gehen aktuell davon aus, dass bis Ende des Sommers die Arbeiten in Korschenbroich und in den umliegenden Gemeinden abgeschlossen werden können.“

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Auf dem Abschnitt „Baulos 3“ der Zeelink-Pipeline, der rund 44 Kilometer zwischen St. Hubert und Hochneukirch umfasst, sind rund 50 Großgeräte und 200 Personen im Einsatz. Wenn der Bau abgeschlossen ist, sollen sich vor Ort Rekultivierungsmaßnahmen anschließen. Die waren zunächst bereits für dieses Frühjahr geplant.

Die Trasse verläuft sowohl über landwirtschaftliches Gelände als auch über private Gärten. „Selbstverständlich werden die betroffenen Grundstückseigentümer im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben entschädigt“, sagte im vergangenen Jahr ein Sprecher von Open Grid Europe. Darin seien auch Ernteausfälle für Landwirte miteinbegriffen.

(mlat)