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Korschenbroich: Anwohner kritisiert Arbeiten an Sandkasten in Glehn

Bürgermonitor aus Korschenbroich : Anwohner kritisiert Sandaustausch auf Spielplatz in Glehn

Mitarbeiter der Stadt haben den Sand auf einem Spielplatz an der Annastraße zwar wie gefordert erneuert, allerdings danach auf der angrenzenden Wiese verteilt. Das sei nicht im Sinne der Regelung, kritisiert Thorsten Neumann.

Mindestens einmal im Jahr soll auf den Spielplätzen in NRW der Spielsand ausgetauscht werden. Das sieht ein entsprechender Runderlass des Landes vor. Das wird auch in Korschenbroich so gehandhabt, beispielsweise auf dem Spielplatz an der Annastraße in Glehn. Anwohner Thorsten Neumann ist allerdings unzufrieden, wie die städtischen Mitarbeiter dabei vorgegangen sind.

„Der Sand wurde auf der Rasenfläche direkt neben dem Sandkasten verteilt“, sagt Neumann. „Dabei sollte er eigentlich entsorgt werden. Das interessiert aber anscheinend niemanden.“ Neumann bezieht sich in seiner Kritik darauf, dass der Sand ja aus guten Gründen ausgetauscht werde. Nämlich, um die Schadstoffe darin zu minimieren. Wenn dieser dann nur ein Stück weiter verteilt werde, sei das Problem nicht gelöst.

Bei der Stadt habe Neumann mit seinen Mails bislang keine Wirkung erzielt. Dabei hatte ihm eine Mitarbeiterin des NRW-Umweltministeriums bereits Anfang März in einer Mail erklärt, dass das Ziel des Erlasses mit einem Ausbringen des belasteten Sandes in unmittelbarer Spielumgebung der Kinder nicht erreicht werde.

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Die Stadt Korschenbroich erklärt auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Arbeiten in Glehn nicht optimal abgelaufen seien. „Es ist nicht ungewöhnlich, Sand zur Bodenverbesserung auf Rasenflächen zu verteilen, die Art und Weise beziehungsweise die Auftragsdicke war jedoch unglücklich gewählt“, heißt es aus dem zuständigen Amt 67. Daher sei bereits Sand entfernt und zusätzlicher Rasen nachgesät worden. Generell werde die gewählte Methode jedoch weiterhin nicht abgelehnt. „Es gibt keine Vorgabe seitens der Stadtverwaltung, die Vorgehensweise ist in der Praxis aber üblich“, heißt es in der Stellungnahme. Das Thema scheint also noch nicht beendet zu sein.