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Korschenbroich: 500 Besucher beim Neujahrsempfang der Schützen

500 Gäste in der Aula des Gymnasiums : Korschenbroicher Schützen begrüßen feierlich das neue Jahr

500 Besucher erlebten beim Neujahrsempfang der St. Katharina- und St. Sebastianus-Bruderschaft Musik, Optimismus und einen Aufruf zu mehr Gelassenheit.

Zu den ersten Traditionen eines jeden Jahres gehört der Neujahrsempfang der beiden Korschenbroicher Schützenbruderschaften, der Sankt Sebastianer und der Sankt Katharina Junggesellenbruderschaft. Am späten Sonntagnachmittag kamen rund 500 Menschen in die Aula des Gymnasiums.

Allein die Musikeinlagen waren den Besuch wert. Die Orchestergemeinschaft, bestehend aus der Musikkapelle Kleinenbroich und dem Stadtorchester unter der Leitung von Thomas Lindt präsentierte unter anderem den Konzertmarsch Salemonia und den Champagner-Galopp. Der St. Andreas-Chor begeisterte mit dem Beatles-Medley und mit dem Evergreen „Griechischer Wein“.

Peter Schlösser konnte längst nicht alle Königinnen und Könige, als Vertreter des gesellschaftlichen Lebens einzeln begrüßen. Der Präsident der Sankt Sebastianer freute sich, dass der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke gekommen waren. Zum ersten Mal dabei: Andreas Müller, der neue Schulleiter des Gymnasiums.

Steffen Cremer, Präsident der St. Katharina Junggesellenbruderschaft blickte zurück auf das vergangene Jahr. Er sinnierte über den Begriff „Nachhaltigkeit“, kam in diesem Zusammenhang auf den Umweltschutz: „Die Bruderschaften können diesbezüglich noch etwas mehr leisten als bisher“, sagte er. Er lobte die Bildung einer neuen Jugendabteilung der Korschenbroicher Schützen: „Das ist Jugendarbeit ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.“ Auch wenn das Negative im Vorjahr überwogen hatte, sah er dennoch nicht schwarz. Tradition und Innovation müssten sich nicht ausschließen.

Bürgermeister Marc Venten zitierte aus einer Rede, die sein Vorgänger Heinz Josef Dick, der übrigens auch unter den Gästen war, vor 20 Jahren gehalten hatte. Zum Millenniumswechsel seien Weltuntergangsstimmungen verbreitet worden, völlig unberechtigt, wie sich später rausstellen sollte. Sein Appell angesichts der aktuellen Herausforderungen: „Legen Sie mehr Gelassenheit an den Tag.“ Das gelte auch für den Fall, dass der Bierpreis im Schützenzelt wieder einmal erhöht wird und auch ein „Knöllchen“ sei kein Aufreger. „Das Geld kommt der Stadt zugute“, sagte Venten.