Korschenbroich: 2018 mussten 61 Fichten im Stadtgebiet gefällt werden

Bericht im Umweltausschuss : Zahl der gefällten Fichten in Korschenbroich steigt an

Während die Zahl der Anträge auf Baumfällungen in Korschenbroich 2018 insgesamt konstant geblieben ist, gab es bei den Nadelbäumen einen deutlichen Anstieg. Dies sei laut Verwaltung auch auf den Klimawandel zurückzuführen.

Die Anzahl der Anträge auf Baumfällungen und Kappungen ist 2018 im Vergleich zu den beiden Vorjahren konstant geblieben. Das geht aus der Sitzungsvorlage der Verwaltung für den Umweltausschuss am heutigen Dienstag hervor. Demnach wurden 2018  insgesamt 88 Anträge auf Fällungen mit einem Gesamtumfang von 221 Bäumen gestellt. Im Jahr zuvor waren es ebenfalls 88 Anträge mit insgesamt 215 Bäumen gewesen. Da seit 2011 gemäß Baumschutzsatzung 50 Euro je Antrag erhoben werden, betrugen im vergangenen Jahr die Gebühreneinnahmen 4200 Euro.

Während die Zahl der gefällten Laubbäume von 103 auf 77 zurückgegangen ist, gab es bei den Nadelbäumen einen deutlichen Anstieg (144 statt 115 im Jahr zuvor). Alleine 61 dieser Bäume waren Fichten. „Die angestiegenen Zahlen für Fichtenfällungen sind wohl auf den Klimawandel zurückzuführen. Insbesondere der extrem trockene Sommer 2018 hat hier zu einem starken Borkenkäferbefall beigetragen, der teilweise zum Absterben der Fichten geführt hat“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Das Fichtensterben werde sich voraussichtlich auch in 2019 fortsetzen, da oftmals schon benachbarte Bäume durch Borkenkäfer befallen seien. Weitere Gründe für Fällungen waren Bauvorhaben sowie Sturmereignisse und die damit verbundene Sorge, geschädigte Bäume könnten umstürzen oder abknicken.

Zum Ausgleich wurden im vergangenen Jahr insgesamt 176 neue Bäume angepflanzt, dabei verstärkt kleinkronige Baumarten wie Vogelbeer-Arten, Zier-Äpfel oder Feldahorn. Waren auf dem eigenen Grundstück keine Ersatzpflanzungen möglich, wurden Ersatzgeldzahlungen fällig. Diese beliefen sich 2018 auf 22.905 Euro.

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