Korschenbroich: 159 Sternsinger aus Glehn und Umgebung sammeln 22.500 Euro

Hilfe für andere Kinder : 159 Sternsinger sammeln in Glehn 22.500 Euro

159 Sternsinger machten sich in Glehn, Epsendorf, Scherfhausen, Schlich und Steinforth-Rubbelrath auf den Weg, um als Heilige Drei Könige den Segen zu den Menschen zu bringen und für notleidende Kinder weltweit zu sammeln.

Bei der Aktion kam bislang die beachtliche Summe von 22552,80 Euro zusammen – rund 150 Euro mehr als im Vorjahr.

Doch die Steigerung der Summe  ist laut Martin Bienioschek, der die Aktion ehrenamtlich mit einem achtköpfigen Team für die Pfarre Glehn organisiert, nicht das Wichtigste. Wichtig sei das gute Gefühl an der  „weltweit größten Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren, teilzunehmen“.

Geschult und vorbereitet wurden die Kinder seit November. Nun ging  es auf die Straßen. Bei optimalem Sammelwetter trafen sich fünf Kinder auf dem Hof der Familie Schmitz-Nilgen in Rubbelrath. „Uns ist es wichtig, dass aus jedem Ort Kinder und Jugendliche dabei sind“, erzählte Christiane Schmitz-Nilgen.

In Steinforth-Rubbelrath waren es 15 Kinder, die bei Eltern, Omas, Opas und Bekannten sammeln.  Jonas (19) und Peter Schmitz (18) gehören zu den ältesten und sind immer noch begeistert dabei. Sie trugen Umhänge aus dem Familieneigenen Fundus, die  Krone und auf einem Holzstab den goldenen Stern. Carolina (9) ist zum fünften Mal Sternsinger. Ihre große Schwester Sara (10) machte zum sechsten Mal mit. Zarah (10) ist seit vier Jahren dabei. Sie trug die Sammeldose. Carolina schrieb mit Kreide 20*C+M+B+20 an die Hauswand und wusste die Bedeutung: „Christus Mansionem Benedicat, Christus segne dieses Haus“. Wer die Kreideschrift nicht auf dem Klinker haben wollte, bekam einen Aufkleber für Haustür oder Briefkasten.

Die Sternsinger freuten sich, wenn Bewohner ihnen freundlich die Tür öffnen. Wie Irmgard Hackstein: „Ich finde den Einsatz der jungen Leute ganz toll“, sagte sie und steckte den Sängern neben der Spende noch einen Schokoriegel zu.

Drei Gruppen liefen zwei Stunden durch den Ort. Mittags hatte ein Küchenteam Mittagessen im Pfarrsaal in Glehn  vorbereitet. „Eigentlich wollte ich aufhören, wenn die Kinder groß sind“, erzählte Christiane Nilgen-Schmitz. Doch die Gemeinschaft sei „so schön“. Und wenn sonntags in der Messe in der Glehner Kirche St. Pankratius 150 Könige am Altar stehen, sei das „ein sehr besonderer Moment“.