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Korschenbroch: Kein Bittgang zu Glehner Fußfällen

Traditionelle Karfreitagsprozession in Korschenbroich fällt aus : Kein Bittgang zu Glehner Fußfällen am Karfreitag

Der traditionelle Bittgang zu den Glehner Fußfällen muss auch in diesem Jahr wegen Corona ausfallen. Die Prozession gehört sonst fest zu den Traditionen am Karfreitag.

Der vor vierzig Jahren von den Glehner Heimatfreunden in Kooperation mit der katholischen Kirchengemeinde wiederbelebte Bittgang zu den sieben Fußfällen fällt auch im Jahr 2021 als Karfreitagsprozession aus. Joachim Schröder, der Vorsitzende der Heimatfreunde, erklärt: „ Wir haben bis zuletzt überlegt, ob und wie wir den Bittgang zu unseren sieben historischen Fußfällen trotz Pandemie realisieren könnten. Wir sind zu dem schweren Entschluss gekommen, den Karfreitags-Bittgang auch dieses Jahr nicht als offizielle Veranstaltung anzubieten.“

Schröder schlägt vor: „Es bleibt natürlich jedem unbenommen, alleine oder mit seiner Familie zu einem selbst gewählten Zeitpunkt zu den sieben Glehner Fußfällen zu gehen und für seine besonderen Anliegen beten.“ Denn der Heimatfreunde-Chef weiß: „Gerade jetzt in der Corona- Zeit, die das Leben und die Perspektiven eines jeden von uns so sehr einschränkt, haben viele Menschen das Bedürfnis nach solch einem intensiven Bittgang.“

Die sieben Fußfälle gelten als die älteste Form des traditionellen Kreuzwegs und wurden in den notvollen Jahrzehnten nach dem 30jährigen Krieg von Glehner Bürgern gestiftet.

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Normalerweise beginnt dieser sehr gut besuchte Bittgang immer am Morgen des Karfreitags um 7 Uhr mit einem Gebet in der Pfarrkirche Sankt Pankratius. Pfarrer Michael Tewes führt die Teilnehmer anschließend zu den etwa 300 Jahre alten historischen Glehner Fußfällen über die Felder zwischen Schlich und Rubbelrath bis zum alten Friedhof. Traditionell schließt die Prozession mit einem gemeinsamen Fastenfrühstück aller Teilnehmer ab. Schröder hofft: „Im nächsten Jahr werden wir wieder gemeinsam gehen.“