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Korschenbroich: Korea feiert in Korschenbroich

Korschenbroich : Korea feiert in Korschenbroich

Wenn sich Kyung-Ran Kim, Gun-Sam Usinger und die anderen Mitglieder des Koreanischen Frauenvereins in Europa treffen, reisen sie dafür schon mal nach München, Basel oder Wien.

In diesem Jahr trifft sich das gute Dutzend koreanischer Frauen in der Korschenbroicher Niederrhein-Klinik. Den Kontakt hat Gun-Sam Usinger vermittelt. Die Malerin aus Mönchengladbach arbeitet seit zehn Jahren mit der Klinik zusammen, bietet dort Kurse in Papierkunst an und ist in der Klinik schon mit einem koreanischen Chor aufgetreten.

"Die Räume dort sind sehr schön und eignen sich für unser Fest", sagt Usinger. Los geht es morgen um 14 Uhr. Zu sehen gibt es koreanische Schriftkunst, Trachten, Instrumente, Malerei und viele andere künstlerische Dinge.

Mitglieder aus ganz Europa

Die Kunst ist es, die die Frauen verbindet. "Viele von uns sind Künstlerinnen", sagt Kyung-Ran Kim. Für die Sängerin aus Schelsen ist das Fest "Korea in klein". 2008 von elf Koreanerinnen in Regensburg gegründet, ist der Verein kaum gewachsen. "Wir suchen uns die Mitglieder aus. Sie müssen zu uns passen", erklärt Kim.

Am besten sei es, wenn neue Mitglieder ebenfalls musisch veranlagt sind. Die Mitglieder sind in ganz Europa verteilt. Einige wohnen in Deutschland, andere in England und Schweden. Kyung-Ran Kim und Gun-Sam Usinger sind die einzigen Mönchengladbacherinnen.

"Unser Ziel ist es, die koreanische Kultur bekanntzumachen und zu erhalten", sagt Gun-Sam Usinger. Dazu betreibt der Frauenverein einen Austausch mit einem Verein aus Südkorea. "Wir haben schon einmal Bilder von uns in Seoul ausgestellt.

Die Künstlerinnen von dort zeigten ihre Werke in Bonn", erinnert sich Kyung-Ran Kim. "Der Kulturaustausch ist unser Schwerpunkt", sagt Gun-Sam Usinger. Darum hoffen die beiden Koreanerinnen, dass morgen viele Besucher kommen.

Wohnen werden die Koreanerinnen, die aus ganz Europa anreisen, bei Gun-Sam Usinger. "Wir werden den Vorstand neu wählen und schon das Fest für nächstes Jahr planen", erzählt die ehemalige Vorsitzende der koreanischen Gemeinde in Mönchengladbach. Für die Zukunft hofft der Verein auf Mitglieder aus Italien und Spanien.

(cli)