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Kleinenbroich: Narrensitzung der Karnevals-Freunde

Narrensitzung in Kleinenbroich : Kleinenbroicher feiern in Saus und Braus

Die Narrensitzung der Kleinenbroicher Karnevals-Freunde bot ein jeckes Gemenge von Tanz, Comedy – und südländischem Temperament.

Großes Pfund und der Stolz der Kleinenbroicher-Karnevals-Freunde (KKF) sind fünf vereinseigene Tanzgruppen. Denn sie stehen für handgemachten Karneval vor Ort. Für ihre traditionelle Narrensitzung setzten die Karnevals-Freunde aber auch auf professionelle Unterstützung. Und die Mischung kam gut an: In der ausverkauften Mehrzweckhalle herrschte von Beginn an beste Stimmung.

Unter den Besuchern fand sich jede Menge Lokalprominenz. Strategisch geschickt bat Sitzungspräsident Dietmar Struzina zu Beginn einen ausgewählten Schwung bekannter Gesichter auf die Bühne. Das gab ein buntes Bild und der Würdigung eine fröhlich-lockere Note. Bürgermeister Marc Venten erhielt durch Sonja Kunz die Ehrensenatorenmütze. Er habe in launischer Rede sein karnevalistisches Talent bewiesen, als die KKF das Kreisprinzentreffen ausrichtete, begründete die Vereinsvorsitzende die Auszeichnung.

Nach dieser Eröffnung war es an den KKF-Bambini, die jecke Programmfolge zu eröffnen. „Die haben das ganze Jahr geprobt“, verriet Struzina, nachdem die Jüngsten für den lebhaften Einstieg mit Beifall und der ersten Rakete belohnt wurden. Für die schwungvollen Darbietungen der Jugend- sowie der Großen Garde zündeten die Besucher ebenfalls Beifallssalven. „Karneval in Saus und Braus. Uns geht nie die Puste aus“ überschrieben die Karnevals-Freunde ihr diesjähriges Programm. Ohne Pause reihten sich Auftritte aneinander. Die Tanz- und Unterhaltungsband „Die Kleinenbroicher“ garantierte einen karnevalistischen Sound. Als sich einer der folgenden Künstler verspätete, legte sie spontan eine Tanznummer zum Schunkeln und Wohlfühlen ein.

„Zeiten ändern sich und Namen auch“, betonte Struzina vor dem Auftritt der „Fichtenklopper“, den meisten bekannt als „Fidele Musikanten“ vom Nikolauskloster. Die Band heizte die Stimmung an mit einem Mix aus bajuwarischen, kölschen und Düsseldorfer Tönen. Zum alpenländisch variierten „Blowing in the Wind“ von Bob Dylan mussten die Besucher schon mehr zeigen als nur ein einfaches Mitklatschen. Beim Auf und Nieder, Vor und Zurück zeigte auch der Elferrat vollen Einsatz mit der besonderen Raffinesse seitenversetzter Schwungbewegungen. „Grüß Gott, Kleinenbroich“ rief der Sänger der Stimmungsband „De Fezzer“. Schon bald formierte sich zu deren Hits unter den Zuschauern eine Polonäse, von denen die mutigsten Glieder die Bühne stürmten.

„Seid ihr kaputt gefetzt?“ fragte Schmitz-Backes, nachdem Elferrat und Gäste zu „Satisfaction“ mit Stimme und Körpereinsatz alles gegeben hatten. Im Plauderton verblüffte der Gast mit Zauberei, und er neckte spontan Elferrat und Publikum. Man sage nicht zu Unrecht, die Kleinenbroicher seien vom Temperament her das Südamerika in Korschenbroich, lobte Schmitz-Backes. In rasanten Kostümwechseln mit anzüglichen Pointen und Travestieanleihen kurbelte Ruud Koedooder die Stimmungskurve an. Nicht fehlen durften die „Sugarbabes“, die ehemaligen Mariechen. Traditionell beendete das Männerballett „Pepper Boys“ das Programm.