Kleinenbroich: Karnevals-Freunde feiern Sessionsbeginn

Karnevals-Freunde : Hoppedizin erwacht in Kleinenbroich

Susanne Rozynek wurde den Karnevals-Freunden in einem Karton geschickt, so konnte die Session beginnen.

Es brauchte ein kräftiges, dreifaches „Hoppediz erwache“, dann schlug die Hoppedizin Susanne Rozynek die Augen auf. Damit ist die Session auch für die Kleinenbroicher Karnevals-Freunde (KKF) offiziell eröffnet.

Die Bambini des Vereins wollten eigentlich nur die neuen Kostüme der Garde vorstellen, doch die Aufschrift des riesigen Kartons verriet bereits, dass hier der falsche Inhalt geliefert worden war. Aber da sie diesen nun einmal auf der Bühne hätten, könnten sie die Hoppedizin ja auch wecken.

Alina (6) und Paula (8) tanzen seit mehreren Jahren bei den Bambini, fanden die Stimmung toll: „Es war schön, dass so viel geklatscht wurde“, freut sich Alina. Mit der offiziellen Sessionseröffnung beginnt auch der Vorverkauf für die große Narrensitzung am 16. Februar in der Kleinenbroicher Mehrzweckhalle. Die Planung für die neue Saison laufe das ganze Jahr, erzählt die Vorsitzende Sonja Kunz (43): „Die Gruppen tanzen bis auf eine kurze Unterbrechung im Sommer durch.“ An diesem Abend traten neben den Bambini die Jugend- sowie die Tanzgarde auf. Ein Tanz der „Sugarbabes“ rundete das Programm ab, bevor die Eröffnung in die Party überging. „Damit feiern wir natürlich den Sessionsbeginn“, lacht Kunz.

Seit 44 Jahren und 14 Tagen ist Dietmar Struzina dabei. Der 79-Jährige ist der letzte lebende aktive Mitbegründer der KKF. „Damals schlossen sich Mitglieder Kleinenbroicher Vereine zusammen und gründeten die Karnevals-Freunde.“ Er ist nun seit 20 Jahren Vorsitzender und ist zudem bis heute Sitzungspräsident. „Das ist ein Hobby, in dem ich aufgehe“, schmunzelt Struzina. Die Begeisterung hat er an seine Kinder und Enkel weitergegeben. Seine Enkelin Johanna ist inzwischen auch als Bambini dabei.

Trainerin Mara Baumeister (20) tanzt seit acht Jahren, trainiert die Kleinsten seit vier und die Jugendgarde seit einem Jahr. „Die Bambini sind eine lebendige Gruppe, das sind Mädchen zwischen fünf und neun Jahren“, lacht sie. „Aber die Arbeit mit ihnen macht viel Spaß, alle sind motiviert.“ Eine Herausforderung an diesem Abend ist die etwa 12 Quadratmeter große Bühne: „Stimmt, da müssen wir ein bisschen variieren.“ Nach dem Applaus zu schließen, den alle Gruppen an diesem Abend erhalten, hat es bestens funktioniert.

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