Kleinenbroich: Initiative kümmert sich im Repair-Café um defekte Geräte

Angebot in Kleinenbroich : Initiative kümmert sich im Repair-Café um defekte Geräte

Die Initiative „41352 – Einfach besser leben“ warb in Kleinenbroich dafür, Geräte bei einem Defekt nicht gleich wegzuwerfen. Vieles könne wieder repariert werden. Bei Computern hilft mitunter schon ein neues Betriebssystem.

Leben in einer nachhaltigen Gesellschaft: Das bedeutet auch, Dinge nicht gleich wegzuwerfen, wenn sie einen Defekt haben, sondern sie reparieren zu lassen. Eine Gelegenheit dazu bot am Samstag die Initiative „41352 – Einfach besser leben“. Sie organisierte im Dionysius-Haus in Kleinenbroich ein Repair-Café. Die Idee dazu hatte vor vier Jahren Gerhard Klein.

Der IT-Experte hatte über eine niederländische Initiative gelesen, die zu Treffen einlädt, bei denen kaputte Dinge wiederhergestellt werden. Klein kümmert sich nun um Computer, die oft gar nicht defekt sind. „Oft kommen Menschen nicht damit zurecht, dass immer wieder neue Betriebssysteme aufgespielt werden sollen. Manche werfen dann ihr Gerät weg und kaufen ein neues“, sagte Oliver Sitt von der Initiative. Dabei können die Experten vom Repair-Café helfen, indem sie gemeinsam mit den Besitzern solcher Geräte über eine Aktualisierung, ein völlig anderes System oder eine Reparatur nachdenken.

Am Samstag sprach man aber nicht nur über Computer, sondern auch über defekte Staubsauger, offene Kabel oder eigenwillige Kochhelfer, die mal anspringen und mal nicht. „Letztlich geht es um alles, was der Klimawandel erfordert“, sagte Sitt. Beim Repair-Café bedeute das, den Menschen bewusst zu machen, Sachen nicht gleich wegzuwerfen. Vieles könne nach einer Reparatur problemlos verwendet werden. Wer nicht immer wieder Neues kaufe, trage dazu bei, die Grundstoff- und die Energiemenge einzusparen, die für neue Produkte benötigt werden. Das Bewusstsein, das Sachen wieder hergerichtet werden könnten, finde man vor allem bei älteren Menschen. Auch am Samstag dominierten die Über-60-Jährigen das Publikum.

Das Repair-Café wird 2019 dreimal angeboten, in anderen Jahren viermal zu unterschiedlichen Terminen. Es ist eines der vielfältigen Angebote der Initiative „41352 – einfach besser leben“, in er sich etwa 40 Menschen auf verschiedene Weise engagieren. Es geht etwa um Obstbaum-Pflückgemeinschaften, um alte Haushaltstechniken, fast vergessene Rezepte und um Radfahren, Skaten und Wandern. Ziel sind dabei oft Bauernhöfe oder Bäckereien, um altes Handwerk neu zu lernen oder um Gemüse und Früchte im heimischen Garten anzubauen. „Dies alles soll dazu beitragen, etwas gegen den Klimawandel zu tun“, sagte Sitt. Denn der bedrohe alle, sei aber noch nicht allen bewusst.

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