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Treffen der Kleinenbroicher Schützen Sebastianer diskutieren über die Zukunft der Bruderschaft

Kleinenbroich · Bei der Generalversammlung der Kleinenbroicher Schützen ging es auch um Sicherheitsfragen.

 Hans-Bert Heimanns, Präsident der Sebastianer in Kleinenbroich

Hans-Bert Heimanns, Präsident der Sebastianer in Kleinenbroich

Foto: Knappe (Archiv)

Pfarrer Marc Zimmermann, Präses der St.-Sebas­tianus-Bruderschaft Kleinen­broich, fand im voll besetzten Forum der Realschule ermutigende Worte. „Die Bruderschaft leistet in Kleinen­broich Wesentliches. Wenn sich alle weiterhin gegenseitig stützen, besteht Grund zu Optimismus“, sagte Zimmermann bei der Generalversammlung der Schützen. Auch Präsident Hans-Bert Heimanns freut sich in Kleinenbroich über eine lebendige Gemeinschaft. Doch in seiner Rede zur Zukunft der Bruderschaft sah er nicht alles positiv.

Sorge bereite ihm so manche Regelung von außen wie etwa der strengere Datenschutz oder die höheren Anforderungen an die Sicherheit bei Veranstaltungen. „Durch die Bahn sind wir ein zweigeteiltes Dorf – ohne richtiges, gewachsenes Zentrum“ bedauerte Heimanns. Mit dem Zuzug vieler Neubürger sieht er den Charakter Kleinenbroichs mehr und mehr verändert. „Wenn wir Schützen feiern, dann sind wir immer öfter unter uns. Das Ziel muss sein, unseren Leitspruch „Für Glaube, Sitte und Heimat“ mehr Bürgern nahe zu bringen“, sagte Heimanns. „Laufen wir nicht dem Zeitgeist hinterher, sondern prägen wir ihn“, lautete seine Forderung.

In seiner Ansprache dankte der Präsident dem letzten König Detlef Franken und seinem Gefolge ebenso wie Präses Zimmermann. „Mit ihm haben wir nicht nur einen guten Geistlichen, er ist darüber hinaus auch der „gute Geist“ der Bruderschaft“, sagte Heimanns. „Er geht auf die Schützen zu und hat stets ein offenes Ohr.“ Dem Nachfolger im Amt des Schützenkönigs, Thomas Bommes und seiner Königin Ehefrau Wera Bommes, wünschte Heimanns für die restliche Amtszeit ein gutes Gelingen.

Die Bruderschaft ist auch die Heimat für zurzeit 60 Jungschützen (16 bis 24 Jahre). „Sie haben in 2018 ihre Versammlung organisiert und das Sommerfest gefeiert“, sagte Jungschützenmeister Marcel Heimanns in seinem Bericht. Er wünsche sich mehr Zuwachs bei den Edelknaben, der jüngsten Gruppe in der Bruderschaft (sieben bis 15 Jahre). Die Versammlung zeigte sich zufrieden mit den Berichten des Vorstands und entlastete die Führungsriege einstimmig. Bei der einzigen personellen Entscheidung wurde Raimund Schmitz zum zweiten Kassenprüfer gewählt.

In den vergangenen sechs Jahren gab es lediglich zweimal Bewerber für das Amt des Prinzen. Daher stellte der Vorstand der Versammlung das Thema zur Diskussion. Einige Mitglieder brachten ihr Bedauern über diese Entwicklung zum Ausdruck. Schließlich bestand Einigkeit darin, das Amt des Prinzen trotz fehlender Bewerbungen seit 2018 weiter anzubieten.

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