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Korschenbroich: Kita erhält Klimaschutzpreis

Korschenbroich : Kita erhält Klimaschutzpreis

Zum ersten Mal verliehen Stadt und RWE am Sonntag auf dem Umweltmarkt Auszeichnungen an lokale Klimaschützer. Die Plätze eins bis drei gingen an einen Kindergarten, eine Familie und einen Unternehmer.

Der Titel des Projekts klingt für manche Ohren vielleicht etwas sperrig: "Umweltverträgliche Kinderbeförderung mit dem Ziel der Kohlendioxid-Einsparung". Aber was soll's, immerhin ist es ein Sieger-Titel. Denn mit diesem Projekt gewann die städtische integrative Kindertagesstätte Danziger Straße gestern den ersten Klimaschutzpreis, den die Stadt gemeinsam mit RWE Deutschland verlieh. Auf dem Umweltmarkt, im Festzelt auf dem Matthias-Hoeren-Platz, stellten die drei Finalisten ihre Ideen zum Thema Klimaschutz vor. Insgesamt hatten sich sechs Bewerber um den Preis bei der Stadt gemeldet, eine Fachjury bewertete die einzelnen Beiträge.

Mit einem Preisgeld von 1250 Euro ist der erste Platz verbunden. Was die Kita Danziger Straße damit macht, wusste Erzieherin Karin Widera gestern noch nicht. Das Geld werde aber "im Hinblick auf Umwelt- und Naturschutz" verwendet. Seit vielen Jahren schon sei beides in der Kita ein wichtiges Thema, erzählte sie, als sie das Projekt auf der Bühne vorstellte. Die Kinder befassen sich zum Beispiel mit Müll und Mülltrennung, Wasserverbrauch und Energieeinsparungen. Für den Klimaschutzwettbewerb rückte im April das Thema Treibstoffverbrauch in den Mittelpunkt.

"74 Prozent der Familien wohnen nur 1,5 Kilometer von der Kita entfernt", sagte Karin Widera. Dennoch brächten einige ihre Kinder mit dem Auto zur Kita. "Da dachten wir uns: Schauen wir doch mal, wie viel Kohlendioxid wir einsparen können." Gemeinsam mit dem Elternbeirat machten sich die Erzieher daran, Eltern und Kinder zu motivieren, öfter zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zur Kita zu kommen — mit Erfolg, sagte Karin Widera. "Wir haben sie auf jeden Fall sensibilisiert." Aber das Projekt sei noch lange nicht beendet, hob Widera hervor.

Während sich auf der Bühne die Finalisten vorstellten, präsentierten sich im Festzelt auch 31 lokale Aussteller den Besuchern. Zwischen 10 und 17 Uhr zeigten Händler Kaminöfen und Heizkessel, der Kleingärtnerverein hatte Material über heimische Vogelarten dabei, ein Tierschutzverein bot Tierpatenschaften an. Die Stadt versteigerte Fahrräder aus dem Fundbüro, es gab fair gehandelte Lebensmittel und Mode zu kaufen. Als die Finalisten des Klimaschutz-Wettbewerbs ihre Ideen vorgetragen hatten, überreichte Frithjof Gerstner, Kommunalbetreuer von RWE, Karin Widera die Siegerurkunde. Auch die Zweit- und Drittplatzierten bekamen Urkunden und Preisgelder. Josef Hülser erhielt 750 Euro, weil er eine Holzvergaserheizung einsetzt. Für Mario Schmitz gab es 500 Euro, weil er Unternehmen mit Leuchtdioden ausstattet.

(naf)