Kleinenbroich Kirche St. Dionysius braucht eine neue Heizung

Kleinenbroich · Die alte Anlage ist defekt. Im September startet der Einbau einer neuen Heizung für eine Summe von 160.000 Euro. Außerdem sollen das Taufbecken in den Eingangsbereich versetzt und das Akustik-System verbessert werden.

 Norbert Buck (l.) und Bernhard Schlüter vom Kirchenvorstand an St. Dionysius haben sich viel vorgenommen.

Norbert Buck (l.) und Bernhard Schlüter vom Kirchenvorstand an St. Dionysius haben sich viel vorgenommen.

Foto: RP/Christian Kandzorra

Die St.-Dionysius-Kirche an der Hochstraße wird im September zur Baustelle. Grund ist der Einbau einer neuen Heizungsanlage. „Die alte Heizung ist fast 40 Jahre alt und kaputt“, sagt Kirchenvorstandsvorsitzender Bernhard Schlüter. Aufgefallen sei der Defekt bei einer Routine-Kontrolle im Winter. Das Problem: Im Beheizer der Warmluftheizung in einem Kellerraum unter der Altar-Empore sind Risse an Nähten aufgetreten, an denen der Beheizer vor einigen Jahren geschweißt worden ist.

Damit ist die Heizung irreparabel und eine neue Anlage muss her: eine modernere mit Brennwertkessel, die die Luft in der Kirche langsamer und gleichmäßiger nach oben steigen lässt. Im Boden der Kirche müssen dafür einige Schächte vergrößert und neu eingelassen werden – eine Arbeit, die etwa vier Wochen dauern soll. Der Kostenpunkt: rund 160.000 Euro. Etwa 70 Prozent dieser Kosten übernimmt laut Kirchenvorstand das Bistum Aachen.

Der Startschuss für die Arbeiten soll Anfang September fallen. Alle Veranstaltungen müssen dann verlegt werden – wohl zum Teil ins Dionysiushaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder gar in andere Pfarreien. Wo die Sonntagsgottesdienste, Taufen, Trauungen, Schulgottesdienste und Trauerfeiern stattfinden werden, wird von der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Korschenbroich geregelt.

Eine Besonderheit: Für die neue Heizung muss das Taufbecken an anderer Stelle positioniert werden. Das schwere Becken, das aus dem 17. Jahrhundert datieren und damit älter als das Kirchengebäude an sich sein soll, wird die Altar-Empore verlassen und im Eingangsbereich einen neuen Platz finden. Es gibt konkrete Pläne: Kirchenbesucher sollen demnach links und rechts am Taufbecken vorbeigehen, wenn sie in das Gotteshaus treten.

Wenn die neue Heizung eingebaut ist, ist es mit der Sanierung der Kirche allerdings nicht getan: Die Gemeinde plant eine größere Renovierung. „Wir hoffen, dass uns das Bistum auch hier finanzielle Unterstützung gewährt“, sagt Finanzbeauftragter Norbert Buck. Konkret muss der Innenraum der Kirche komplett abgebeizt und aufgrund von Feuchtigkeit in den Wänden mit einer atmenden Spezial-Farbe neu gestrichen werden. Und: Die Orgel muss von Grund auf gereinigt werden.

Weiter sehen die Pläne der Kirchengemeinde den Einbau eines neuen Akustik-Systems vor, der die Akustik auch in den Ohren von Hörgeräte-Trägern verbessern soll. „Wir haben eine lange Liste von Kleinigkeiten, die noch dazukommen“, sagt Kirchenvorstandsvorsitzender Bernhard Schlüter. So sollen auch einige Kirchenbänke nachgebaut und dort aufgestellt werden, wo derzeit Stühle als Ersatz stehen.

Die Kosten für all diese Maßnahmen liegen ersten Schätzungen des Kirchenvorstands zufolge bei rund 650.000 Euro. „Einen Teil werden wir selbst finanzieren müssen“, sagt Norbert Buck und betont, wie sehr die Gemeinde zur Innensanierung auf die Unterstützung des Kirchenbauvereins angewiesen ist. Dieser wurde bereits vor einigen Jahren gegründet und sammelt Geld für die Sanierung.

In Bezug auf das alte Pfarrhaus und den dahinterliegenden Versammlungsraum, über dessen Abriss bereits diskutiert wird, soll es noch keine konkreten neuen Erkenntnisse geben. Der Kirchenvorstand will an dem Erhalt des historischen Pfarrhauses festhalten und setzt dafür ein Zeichen: Das Kellergewölbe soll demnächst saniert, die von Feuchtigkeit angegriffene Substanz ringsum gesichert werden.

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