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Herbstfest Korschenbroich versinkt im Regen

Verkaufsoffener Sonntag : Herbstfest im Regen

Beim 12. Herbstfest kämpften City-Ring und Stadtmarketing mit Dauerregen. Einige Händler bauten ihre Stände gar nicht erst auf. Das Bühnenprogramm endete vorzeitig. Die Stadt verschenkte Regencapes.

Bisher schien es, als sei das Herbstfest auf gutes Wetter abonniert. Doch beim 12. Durchgang erlebten die Organisatoren eine Enttäuschung. Statt Sonnenschein und Besucherströme gab es Dauerregen und nur ein Häuflein von Unverzagten. Leonard Gincberg und seine Big-Band zum Beispiel gaben auch für ein überschaubares Publikum ihr Bestes. Wegen Sturmwarnung wurde das Bühnenprogramm am frühen Nachmittag abgebrochen, während der verkaufsoffene Sonntag planmäßig weitergeführt wurde. Die auf dem Kirchplatz eingerichtete Kinderecke blieb weitgehend leer. Bei der Alten Schule sorgte das THW im raschen Einsatz für einen problemlosen Abfluss der Wassermengen und rettete so die Hühner des Geflügelzuchtvereins vor nassen Krallen.

„Das haben wir noch nie erlebt, dass bei uns ein Fest ins Wasser gefallen ist“, sagte City-Ring-Vorsitzender Christoph Kamper, der die Umstände mit einem dreifachen „Schade“ kommentierte“. Zur Eröffnung des Bühnenprogramms hatte er mit Galgenhumor festgestellt: „Zum ersten Mal haben wir das THW neben dem DLRG als Aussteller hier und schon kommt es fast zum Katastrophenfall“. Wegen angekündigter Sturmböen hielten die Veranstalter direkten Kontakt zu Feuerwehr und Alarmzentrale, um bei Bedarf entsprechend zu handeln. „Sicherheit geht vor“, so Kamper.

 Am Stand des Bienenzuchtvereins gab es Honig zu kaufen.
Am Stand des Bienenzuchtvereins gab es Honig zu kaufen. Foto: Sascha Rixkens

Irene Kamps´ Angebot mit schönen und nützlichen Dingen schloss die Reihe der Verkaufsstände Richtung Rheydt ab. Hier blieb die Händlerin weitgehend vereinsamt. Sicherlich ein wenig enttäuscht, doch mit heiterer Gelassenheit entschied sie für sich, den Tag abzuhaken, da ihr beim Eine-Stadtfest und anderen Gelegenheiten mehr Glück beschieden gewesen war. Claudia Heveling begann aus Sorge um ihre liebevoll und hübsch gestalteten Näh- und Papierarbeiten bereits um die Mittagszeit einzupacken. 100 Stände waren eingeplant worden, doch wegen der Wettervorhersage waren einige Händler gar nicht erst gekommen. „Gerade diejenigen, die Seide und Wolle anbieten, mochten ihr Angebot nicht der Nässe aussetzen“, erklärte Kathrin Maaß vom Stadtmarketing. Tags zuvor hatte Maaß in weiser Voraussicht alle verfügbaren Bestände blauer Regenponchos aufgekauft, um sie im Namen der Stadt an Passanten und Helfer zu verschenken. Unter solchem städtischen Schutz trotzte denn auch Monika Nilgen mit fröhlichem Lächeln der Wetterlage, um am Stand des „VdK“, mit Heinz Siemons und anderen Mitstreitern über die Arbeit des Sozialverbandes zu informieren.

Die Vertreter des Kleingärtnervereins gaben ebenfalls gut gelaunt Tipps für ein garantiert biologisch einwandfreies Gärtnern und verschenkten Äpfel, Trauben, Zucchini und mehr aus eigenem Anbau. Vom Stand des Bienenzuchtvereins, der köstlichen Honig anbot, war Stefanie Dinger im Bienenkostüm ausgeschwärmt. Sie warb für eine freundliche Aufnahme der fleißigen Insekten.