Korschenbroich: Heimatverein sucht weiter neuen Präsidenten

Korschenbroich: Heimatverein sucht weiter neuen Präsidenten

In der Mitgliederversammlung suchten Lüttenglehner vergeblich Nachfolger. Im Sommer ist erneuter Anlauf geplant.

Mit 56 Mitgliedern war rund ein Viertel des rund 200 Mitglieder zählenden Heimatvereins Lüttenglehn zur Versammlung im Restaurant im Rittergut Birkhof gekommen. Trotz der guten Resonanz konnte das wichtigste Thema des Abends nicht geklärt werden. Der Heimatverein ist weiter ohne Präsidenten.

Im November war Thomas Brendel (35) nach sieben Jahren aus persönlichen Gründen zurückgetreten, ein Nachfolger fand sich bis jetzt nicht. "In der Versammlung wurden mehrere Personen vorgeschlagen. Von ihnen hat sich aber keiner bereiterklärt, das Amt zu übernehmen", berichtet Brendel. Dafür wurde eine andere Personalie geklärt. Nachfolger von Schriftführer Heinrich Becker, der das Amt 15 Jahre lang bekleidet hatte, ist nun Mark Vetter.

"Der Verein ist weiter handlungsfähig", betont der ehemalige Vorsitzende Thomas Brendel. Zum dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand gehören zweiter Vorsitzender Norbert Dyckers, der kommissarisch die Geschäfte des Vereins führt, die im November gewählte Kassiererin Monika Dahmen und Mark Vetter. Thomas Brendel wird mit seiner 14-jährigen Vorstandserfahrung die Organisation des Rochusfestes übernehmen.

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Wie geht es nun weiter? Der Heimatverein sucht weiter einen Präsidenten. "Geplant ist, dass wir im Sommer erneut in einer Mitgliederversammlung einen Anlauf starten", sagt Brendel. Zudem werde überlegt, die Arbeit neu zu gliedern, die Aufgaben des Präsidenten künftig auf zwei oder drei Schulterpaare zu verteilen.

Auch ohne einen Vorsitzenden beweist der Heimatverein Engagement. Bei der Umweltaktion kürzlich beteiligten sich rund 20 Lüttenglehner, machten im Dorf sauber. Für Ostersamstag steht das Osterfeuer auf dem Programm, das Norbert Dyckers und Tanja Mittag organisieren. Im August wird das Rochusfest gefeiert - wie im Vorjahr an zwei statt früher an drei Tagen. Die Änderung habe sich bewährt. "Das Zelt war im vergangenen Jahr an den beiden Tagen voller als früher", sagt Brendel.

Gut angenommen werde der monatliche Dämmerschoppen des Vereins jeweils am dritten Freitag im Monat ab 17 Uhr in der Alten Schule. Laut Brendel kommen dazu rund 25 bis 40 Lüttenglehner. Die Veranstaltung ist sowohl für Alteingesessene, die sich austauschen wollen, als auch für Neubürger gedacht, die an den Abend andere aus dem Dorf kennen lernen können.

(cso-)