Korschenbroich: Heimatfreunde zeigen Ausstellung zu Glehner Fußfällen

Korschenbroich: Heimatfreunde zeigen Ausstellung zu Glehner Fußfällen

300 Jahre gibt es die sieben Fußfälle aus Liedberger Kalksandstein in Glehn - jetzt werden die kaum noch lesbaren Inschriften und Kernaussagen auf den Gebetsstöcken gesichert und mit zusätzlichen Bibelstellen ergänzt. Darüber hinaus hat die neue Ausstellung der Heimatfreunde Glehn die aus Liedberger Sandstein gefertigten Fußfälle des Ortes zum Thema. Die Ausstellung "300 Jahre Glehner Fußfälle" beleuchtet die Historie und religiöse Bedeutung der Fußfälle, sie ist morgen, 25. Februar, von 14 bis 17 Uhr erstmals zu sehen.

Die Heimatfreunde freuen sich, endlich eine Möglichkeit gefunden zu haben, vor Ort auf den Feldwegen die fast nicht mehr lesbaren Inschriften auf den Gebetsstöcken für die Nachwelt zu erhalten. Gerhard Tumma, der die Ausstellung bereits im vorigen Jahr konzipiert hatte, ist Pressesprecher des Vereins: "Unser Verein hatte sich schon lange damit beschäftigt, die Inschriften wieder deutlich lesbar heraus arbeiten zu lassen. Das hatte die Untere Denkmalbehörde untersagt - und so werden ab dem Frühjahr Edelstahl- Stelen bei den Fußfällen sein, die noch bekannte Texte dauerhaft sichern, so dass sie ebenso wie die Namen der Stifter für die Nachwelt lesbar bleiben."

Wichtig war den Heimatfreunden, dass ergänzend auf die sieben Stationen des Kreuzweges hingewiesen wird. Tumma erklärt, dass die Edelstahl-Stelen mit den Texten zunächst im Heimatmuseum zu sehen sein werden. "Neben der zugehörigen Bibelstelle und Kernaussagen findet man später nach Aufbau der Stelen im Bereich der entsprechenden Fußfälle einen mit dem Smartphone zu nutzenden QR-Code der zu einer detaillierten Beschreibung auf der Homepage der Heimatfreunde führt." Das werde besonders junge Leute ansprechen.

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Spätestens am 25. März, dann hat das Museum wieder geöffnet, sollten alle Infotafeln fertig sein und im Museum präsentiert werden. Der Verein rechnet mit weiteren Verbesserungsvorschlägen aus Reihen der Museumsbesucher. "So können wir gegebenenfalls noch Anregungen aus Reihen der Besucher berücksichtigen," sagt Tumma, der mit Matthias Ahrweiler und Hermann Buchkremer im Gremium gearbeitet hat das geeignete Bibeltexte zu den Stationen des Leidensweges Christi aussuchte.

Im Jahr 1981 wurde übrigens der erste vorösterliche Bittgang zu den Fußfällen seit der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen vom Heimatverein in Kooperation mit der katholischen Pfarre St. Pankratius organisiert. Er erfreut sich seitdem steigender Beliebtheit. Mehrmals waren Glehner Gebetsstöcke aus Liedberger Kalksandstein restauriert worden - etwa 1999, als die Heimatfreunde mit Genehmigung der Denkmalbehörde den Fußfall "In der Natt" in ehrenamtlicher Freizeitarbeit restaurierten.

(NGZ)
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