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Haushalt in Korschenbroich: Eine Million Euro Gewerbesteuer mehr als erwartet

Haushalt in Korschenbroich : Eine Million Euro Gewerbesteuer mehr als erwartet

Noch bis Ende 2021 ist die Stadt Korschenbroich Stärkungspakt-Kommune. Wie es um die aktuellen Finanzen bestellt ist, wurde beim Controlling-Bericht im Hauptausschuss deutlich.

(barni) Die Stadt Korschenbroich ist noch bis Ende des Jahres Stärkungspakt-Kommune. Der aktuelle Controlling-Bericht, der im Hauptausschuss behandelt wurde, macht deutlich, dass die Stadt auf einem guten Weg ist.

Gleichwohl gibt es Risiken. Kämmerer Thomas Dückers geht davon aus, dass die Pandemie auch Auswirkungen auf die kommenden Jahre hat. Der Kreis wird als Kommunalaufsicht nächstes Jahr den Haushalt 2020 unter die Lupe nehmen. Zum 30. Juni zeichnete sich bei der Gewerbesteuer ein erfreulicher Trend ab: Rund eine Million Euro mehr als erwartet gingen bei der Stadtkasse ein.

Allerdings gibt es zwei Gründe, die diese Freude ein wenig trüben: Zum einen kann noch nicht vorhergesagt werden, wie sich die Gewerbesteuereinnahmen künftig entwickeln. Und dann ist da noch die Corona-Sonderhilfe der Bezirksregierung im vergangenen Jahr: Dückers hatte aus Düsseldorf 1,5 Millionen Euro überwiesen bekommen. Die Verwaltung entschied, jeweils 750.000 Euro in 2020 und in diesem Jahr auszugeben. Dagegen gab es Protest seitens der Bezirksregierung. Die 750.000 Euro mussten auf 2020 umgebucht werden. Für dieses Jahr stehen somit 750.000 Euro weniger zur Verfügung.

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Kämmerer Dückers geht davon aus, dass die Einkommenssteuer erst in zwei bis drei Jahren wieder den Stand vor Corona erreichen wird. Aus dem Bericht zum Stand der Umsetzung des Haushaltssanierungsplans gemäß Paragraph 7 des Stärkungspaktgesetzes mit Stand 30. Juni 2021 geht unter anderem hervor: Zu den bisher bekannten Verbesserungen zählen Einsparungen bei den Kreisumlagen. Für die allgemeine Kreisumlage sind dies rund 373.000 Euro, für die Jugendamtsumlage ergeben sich Einsparungen von 263.000 Euro.

Außerdem rechnet die Korschenbroicher Verwaltung damit, dass die veranschlagten Aufwendungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz nicht in der veranschlagten Höhe abfließen werden. Bei der Grundsteuer A und B ergeben sich Mehreinnahmen aufgrund der Steuererhöhungen im erwarteten Umfang. Durch die vorübergehende Nichtbesetzung von Stellen konnten 16.000 Euro eingespart werden. Für die Instandhaltung der Immobilien stehen 929.500 Euro zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr waren diese Mittel nicht auskömmlich, rund 60.000 Euro waren aus dem Energiebudget entnommen worden. In diesem Jahr stehen 112.000 Euro zur Verfügung. Die Verwaltung geht davon aus, dass diese Summe nicht ausreichen wird.