Hallenbad Korschenbroich: Konzept für das Außengelände

Korschenbroich: Ein Außengelände mit „mehr Schliff“

Fachausschuss ließ sich von einem Landschaftsarchitekten den künftigen Mehrwert des Hallenbades erläutern.

Der Außenbereich des Korschenbroicher Schwimmbads ist wie ein ungeschliffener Diamant. Wertvoll macht ihn vor allem die zentrale Lage. Aber dass man sich fast in der Ortsmitte befindet, merken Nutzer dieser Außenanlage kaum. Wenn sie sich denn darin aufhalten: An der Aufenthaltsqualität hapert es nämlich. Deshalb wurde der Arbeitskreis „Attraktivitätssteigerung des Hallenbads“ eingerichtet.

Dort ist das unattraktive Außengelände nicht das einzige, aber ein zentrales Thema. Der Mönchengladbacher Landschaftsarchitekt Udo Fahl stellte jetzt  im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport seine Ideen vor, wie man dem Außengelände mehr Schliff beibringen könnte. Die Vorschläge und Anregungen werden jetzt in den Fraktionen diskutiert. Eine Zahl dürfte bei diesen Diskussionen eine Rolle spielen: 450.000 Euro, zuzüglich Mehrwertsteuer. So teuer wäre eine „Runderneuerung“ der Außenanlage.

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Wären die 450.000 Euro eine gute Investition? Fest steht, dass sich das, was der Fachmann da vorstellte, gut anhörte. An schönen Sommertagen könnten sich zahlende Gäste auch dann im Außenbereich aufhalten, wenn das Schwimmbad ausschließlich für den Schul- oder Vereinssport geöffnet ist. Seine Anregungen fasste Fahl in vier Bereiche zusammen. Der erste Bereich würde ausgestattet mit einer Wasserrutschbahn und einem 1,60 Meter hohen Wasserpilz. Die Rutschbahn soll in ein Außenbecken münden, in dem auch Nichtschwimmer plantschen können und von Kindern ab sechs Jahren genutzt werden sollen. Die jüngeren Geschwister wären im zweiten Bereich  bestens aufgehoben. Dort schwebt Udo Fahl ein gut 40 Quadratmeter großer Wasserspielplatz vor, ausgestattet mit Wasserattraktionen auf nachgiebigem Gummigranulat-Boden. Dort könnten zwei bis sechs Jahre alte Kinder auf ihre Kosten kommen. Die noch jüngeren Kids sollen auch auf ihre Kosten kommen: Ein ganz flaches, rund 20 Quadratmeter großes Edelstahlbecken wäre ihre „Spielwiese“,  Sonnensegel sollen die Kids vor UV-Strahlen schützen. Der dritte Bereich könnte da umgesetzt werden, wo jetzt die Holzblockhütte steht. Wenn Familien ein paar schöne Stunden im Schwimmbad verbringen wollen oder Sonnenhungrige sich auf den Liegeweisen eine Urlaubsbräune zulegen wollen, werden sich irgendwann Hunger und Durst bemerkbar machen.

Deshalb soll es auf dem Außengelände des Schwimmbads auch ein Speisen- und Getränkeangebot geben. Lohnt sich eine Gastronomie? Diese Frage wird noch weiter diskutiert und hinterfragt werden müssen. Eine Alternative wären entsprechende Automaten. Der vierte Bereich ist für die Besucher uninteressant. Dort geht es um Abstellmöglichkeiten beispielsweise für die Stühle, Bänke und Liegen. Eine große Liegewiese soll es nämlich auch geben.

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