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Korschenbroich: Gyko wirbt um Glehner Kinder

Korschenbroich : Gyko wirbt um Glehner Kinder

Glehner Grundschüler wechseln lieber ans Gymnasium in Giesenkirchen.

Die vorläufigen Anmeldezahlen für die Schulen in Korschenbroich stehen fest. Im Schuljahr 2014/15 werden nach dem aktuellen Stand 290 Kinder die fünf Grundschulen im Stadtgebiet besuchen. An den drei weiterführenden Schulen liegt die Zahl der Fünftklässler bei 183. Insgesamt gibt es 1191 Grundschüler; die weiterführenden Schulen besuchen 1635 Kinder und Jugendliche. Das ging aus der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie, Jugend und Sport hervor.

Die Mitglieder des Gremiums diskutierten vor allem eine Entwicklung: 76 Grundschüler wechseln nach dem derzeitigen Stand an Gymnasien außerhalb des Stadtgebiets, zum Beispiel nach Mönchengladbach oder Kaarst. Am Gymnasium Korschenbroich ("GyKo") wurden 83 Kinder für das neue Schuljahr angemeldet - damit ist die Jahrgangsstufe fünf nach dem Sommer nur dreizügig.

Uwe Roscheck, Leiter des Gymnasiums Korschenbroich, analysierte die Entwicklung. Demnach stammt keiner der neuen Fünftklässer von der Grundschule Glehn. Zudem sei an der Andreas-Schule eine komplette Klasse nach Giesenkirchen gewechselt. Um die Entwicklung umzukehren, werde es eine Umfrage an der Grundschule Glehn geben, die klären soll, warum kein Schüler ans Korschenbroicher Gymnasium wechselt. Zudem solle die Öffentlichkeitsarbeit des "GyKo" verbessert werden. "Das, was wir tun, muss stärker öffentlich werden", sagte der Schulleiter. Zurzeit werde an einer neuen Internetseite gearbeitet. Gerüchte, dass das Gymnasium zu hohe Ansprüche an seine Schüler stelle, wies Roscheck zurück. So hätten zum Beispiel 2012 insgesamt 35 Schüler das Abitur mit einem Einser-Schnitt gemacht.

Bürgermeister Heinz Josef Dick sagte, Uwe Roscheck habe als relativ neuer Schulleiter die Schwachpunkte erkannt. "Die Schule hat ein gymnasiales Anspruchsniveau, und das ist nichts Negatives", so Dick. Jutta Goebel (Die Aktive) regte an, mit den Eltervertretern die Gründe für die sinkenden Anmeldezahlen zu erörtern. Albert Richter (SPD) wies darauf hin, dass es bei den Zahlen stets Wellenbewegungen gebe.

(jaw)