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Granitsäulen für Gefallene des Zweiten Weltkriegs auf Friedhof in Pesch

Korschenbroicher Friedhof an der Kirche St. Marien in Pesch : Granitsäulen für Gefallene des Zweiten Weltkriegs

In frühestens zehn Wochen sollen die Gedenksteine fertiggestellt sein. Auch die Gefallenen vom Ersten Weltkrieg werden nicht in Vergessenheit geraten. Deren 22 Namen werden auf eine separate Gedenktafel graviert.

Seit die Kirche St. Marien in Pesch vor fünf Jahren aufwändig renoviert worden ist, hingen sie nicht mehr an den Wänden: die 92 kleinen Gedenkkreuze für die Gefallenen des zweiten Weltkriegs. Heinrich Gather – ein „Ur-Pescher“  wie er sich selbst bezeichnet – mochte nicht akzeptieren, dass die Namen der Gefallenen in Vergessenheit geraten.

„Ich bin Jahrgang 1935 und habe einige der Toten gut gekannt“, erzählt Gather. Ihm sei es ein Herzensanliegen, die Erinnerung an die Soldaten aufrecht zu erhalten.

Da sich aber keiner mehr darum gekümmert habe, eine Ersatzlösung für die Kreuze, die derzeit zwischengelagert werden, zu finden, ergriff er die Initiative. Seit Freitag steht fest: Rechts und links vom Ehrenmal werden zwei Gedenksteine aufgestellt. Gather hatte sich mit Vertretern der Stadt auf dem Friedhof getroffen und inzwischen gibt es seinen Angaben nach auch seitens der Verwaltung grünes Licht. „Hier kommen zwei Säulen aus Granitstein hin, beide 1,30 Meter hoch“, erklärt der 85-Jährige. Die 92 Namen der Gefallenen werden auf die Granitsteine graviert.

„Die Kosten übernimmt die Bruderschaft“, erklärt Gather, der seit über 70 Jahren Mitglied der Bruderschaft und seit über 60 Jahren im Gesangsverein ist. Der Auftrag an die Firma Ramrath aus Korschenbroich wurde inzwischen erteilt.

In frühestens zehn Wochen sollen die Gedenksteine fertiggestellt sein. Auch die Gefallenen vom Ersten Weltkrieg werden nicht in Vergessenheit geraten. Deren 22 Namen werden auf eine separate Gedenktafel graviert.

Heinrich Gather ist erleichtert: „Ich bin Zeitzeuge und mein Herzblut hängt daran, dass meine früheren jungen Bekannten nicht vergessen werden.“ Spender, die sich an den Kosten der Bruderschaft beteiligen möchten, seien willkommen, fügt er noch hinzu.