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Korschenbroich: Glehner Kita wird für 365 000 Euro erweitert

Korschenbroich : Glehner Kita wird für 365 000 Euro erweitert

Die katholische Kindertagesstätte St. Katharina in Glehn wird kräftig erweitert. Nötig sind die Anbauten für die U3-Betreuung mit 16 Plätzen.

Durch ein Fenster können die Kinder aus der "Mäuse-Gruppe" die Bauarbeiten nebenan live verfolgen, die katholische Kindertagesstätte St. Katharina an der Elisabethstraße wird zurzeit kräftig umgebaut - bei laufendem Betrieb. Bis zum Start des nächsten Kita-Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann gibt's deutlich mehr Platz für die 77 Kinder in vier Gruppen und das Mitarbeiter-Team.

Der Grund fürs Bauprojekt ist die Kleinkind-Betreuung, 16 U3-Plätze gibt es in der Tagesstätte. "Bei der Schaffung der Plätze war der Umbau eine Auflage gewesen", erklärt Hans-Dieter Schulz (69), geschäftsführender Vorsitzender im Kirchenvorstand der Pfarre St. Pankratius. Für die Übergangszeit musste der Kindergarten mit Provisorien leben. Der Personalraum wurde zum Schlafraum umfunktioniert. Für Mitarbeiter wurde das frühere Spielhaus umgebaut. Und die Gäste-Toilette wird als Wickelraum genutzt. "Es ist eng", sagt Erzieherin Annegret Picker (42).

Das soll bald anders werden, an zwei Seiten wird die Kindertagesstätte um insgesamt etwa 100 Quadratmeter erweitert. Im größeren Anbau werden die neuen Schlaf- und Wickelräume für die Jungen und Mädchen bis drei Jahren eingerichtet. Im anderen wird unter anderem ein Abstellraum für Kinderwagen geschaffen. Ein neuer Personalraum ist ebenfalls geplant, zudem werden die vorhandenen Sanitäranlagen und die Küche im Haus umgebaut. "Wenn das Bauprojekt abgeschlossen ist, sind wir für die U3-Betreuung sehr gut aufgestellt", betont Hans-Dieter Schulz.

Insgesamt werden rund 365 000 Euro investiert. Etwa 300 000 Euro stammen aus Bundes-, Landes- und Kreismitteln, den übrigen Betrag finanziert die Kirche. Der Rohbau steht, zurzeit wird der Fußboden geschaffen. "Manchmal war es schon laut, etwa wenn eine Wand durchbrochen werden musste", schildert Annegret Picker. Doch für die Kinder ist das Nebeneinander von Handwerkern und Kita spannend. "Sie spielen die Bauarbeiten nach, und wir haben das Thema ,Baustelle' in den Gruppen aufgegriffen", berichtet Picker.

Eine weitere Änderung: Zum nächsten Kindergartenjahr übernimmt die Stadt die Finanzierung des Trägeranteils der vierten Gruppe. "Die Stadt hat dies bereits 2008 zugesagt. Die Kirche plante damals, die Gruppe zu schließen, eine Elterninitiative hatte sich gebildet", erläutert Markus Drohen, Leiter Zentrale Dienste im Rathaus. "Die Stadt sah und sieht weiter Bedarf für die Gruppe."

In den vergangenen Jahren hatte ein Förderkreis dafür gesorgt, dass das Geld für die Gruppe durch Spenden, Sponsorlauf, Kuchenverkauf und andere Aktionen zusammenkommt. Schulz betont: "Der Förderkreis hat tolle Arbeit geleistet. Ohne Geld von der Stadt oder durch Dritte wäre die vierte Gruppe geschlossen worden." Die Herausforderung ist gestemmt, der Förderkreis wolle nun anderes in der Kindertagesstätte unterstützen.

(NGZ)