Glehn: Schützen diskutierten bei Abrechnungsversammlung über Königsgeld

Fast 250 Teilnehmer bei der Abrechnungsversammlung : Glehner Schützen diskutierten über das Königsgeld

Fast 250 Teilnehmer besuchten am Wochenende die Abrechnungsveranstaltung der Glehner Schützen. Der Rückblick auf das vergangene Jahr fiel dabei nicht nur positiv aus.

Am Wochenende gab es im Festzelt an der Bachstraße nicht nur den sehr gut besuchten Jägerball mit der „RememberBand“ sondern am Abend zuvor bei ebenfalls freiem Eintritt die mit fast 250 Teilnehmern noch besser als im Vorjahr besuchte Abrechnungsversammlung der Glehner Schützen.

Erstmals mit dabei war der Grenadierzug „Durchzug“ mit seinen 20 Mitgliedern zwischen 15 und 17 Jahren. Guiliano Pinna ist einer von ihnen und bestätigt: „Es war schon etwas anderes, beim Fackelzug selbst mitzumachen.“ In zwei bis drei Jahren wollen die Jungs selbst eine Großfackel bauen. Vizepräsident Marcus Lenders, der die Veranstaltung in Vertretung für den im Krankenhaus befindlichen Präsidenten Thomas Coenen leitete, freute sich: „Wir haben Gott sei Dank keine Nachwuchsprobleme.“

Wie immer gab es an diesem Abend einen Rückblick auf das Schützenfest mit „Manöverkritik“. Das Wetter, die tolle Stimmung, die vielen Zuschauer bei den Umzügen und das Engagement von König Christian II. (Grötz) und seiner Königin Vera wurden mit viel Beifall bedacht. Kritik aber gab es für die Tatsache, dass etliche Züge zwar bei den Paraden, nicht aber bei den Festzügen mit dabei waren. Die Zeit hatten die Schützen lieber mit Feiern verbracht. Schade fand es der Schützenvorstand auch, dass es diesmal nur zwei Großfackeln gab.

Zum Thema „Königsgeld“ kritisierte Karl Heinz Kremer: „Seit 2015 zahlt der Schützenverein 6000 Euro – bis dahin waren es 1250 Euro. Das ist unrealistisch, 3000 Euro wären in Ordnung.“ Jürgen Grunst hielt dagegen: „Für viele Schützen ist das Königsgeld ein Ansporn und wegen des Kaufkraftverlustes plädiere ich sogar für eine Erhöhung auf 7000 Euro!“

Ein wichtiger Punkt der Tagesordnung war die Erhöhung des Jahresbeitrags. Kassierer Marcus Biermann machte klar: „Unsere Kostenermittlung für den Zeitraum von fünf Jahren hat ergeben, dass wir um einen Jahresbeitrag von 60 Euro nicht herumkommen.“ Alleine die Zelt- und Straßenmusiken schlagen beim Glehner Schützenfest mit fast 54.000 Euro zu Buche. Einstimmig nahm die Versammlung den Vorschlag einer Beitragserhöhung an – ebenso die Sonderregelung, dass junge Leute ab 16 Jahren drei Jahre lang nur 40 Euro für ihre Mitgliedschaft zahlen sollen.

Die satzungsgemäßen Vorstandswahlen bestätigten Marcus Lenders ebenso einstimmig zum Vizepräsidenten für die kommenden drei Jahre wie auch Max Zimmermann zum zweiten Schriftführer und Michael Herfurtner zum Beisitzer. Für den aus beruflichen Gründen ausscheidenden ersten Schatzmeister Markus Biermann wurde Thomas Tenten gewählt.

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