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Glasfaser für Kleinenbroich: Schon 300 Interessenten für Internet-Anschluss

Schnelleres Internet in Kleinenbroich : Gut 300 Kleinenbroicher wollen schon Glasfaser-Anschluss

40 Prozent alle Haushalte peilt die Deutsche Glasfaser als Zielmarke an, damit in Kleinenbroich Internet via Glasfaserkabel möglich wird. Das Unternehmen ist optimistisch, auch wenn bislang nur 15 Prozent erreicht sind.

 Von 2012 potenziellen Kunden in Kleinenbroich-Nord haben sich bereits knapp 300 für das Internetangebot der Deutschen Glasfaser entschieden. „Das sind knapp 15 Prozent, und damit bin ich sehr zufrieden“, sagt Projektleiterin Serpil Durmaz. Sie ist zuversichtlich, dass die Maßnahme auch tatsächlich umgesetzt werden kann – auch wenn die Zielmarke von 40 Prozent nicht ganz erreicht werden sollte.

Dies hat nichts mit einem besonderen Entgegenkommen zu tun, sondern  damit, dass die sogenannte Backbone-Trasse wegen der Versorgung von Driesch mit Glasfaser ohnehin durch den Norden von Kleinenbroich führen wird. Wahrscheinlich werden diese Arbeiten Ende nächsten Monats beginnen.

Der maßgebliche Begriff heißt „Maßnahmenbündelung“. Es geht darum, möglichst viele Menschen für das schnelle Internet zu interessieren. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Info-Veranstaltung nur online stattgefunden. „Wir hatten zwar viele Interessenten, aber es war schon schade, dass ich mit den Bürgern nicht persönlich in Kontakt treten konnte“, sagt Durmaz.

Aber die Pandemie dürfte dem Projekt „Schnelles Internet“ auch Rückenwind verleihen. „Corona hat dazu beigetragen, dass man die virtuelle Welt ganz anders wahrnimmt“, sagt die Projektleiterin. Sie selber habe erfahren müssen, wie träge das Internet daheim ist.

Die Nachfragebündelung dauert noch bis zum 17. August. Bis dahin müssen sich Interessenten spätestens entschieden haben. Wer zu spät kommt, kann zwar auch noch schnelles Internet bekommen, die Baukosten für den Anschluss, die bei 750 Euro aufwärts beginnen, müssen dann aber von dem Antragsteller übernommen werden. Wer bis zum 17. August unterschreibt, kann sich diese Kosten sparen. Wie es danach weitergeht: „Nach der Nachfragebündelung kommt die Prüfung der Anträge, was aber schnell gehen wird“, verspricht Serpil Durmaz. Und sie fügt hinzu: „Ich gehe davon aus, dass Ende des Jahres, aber allerspätestens im ersten Quartal 2021 mit dem rund drei Monate dauernden Ausbau begonnen werden kann.“ Dann werden sukzessive die Hausanschlüsse hergestellt.

Der Glasfaser-Servicepunkt, Auf den Kempen 22, ist donnerstags von 11 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Am 1. August soll es einen Aktionstag geben, bei dem Durmaz Fragen beantwortet.