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Korschenbroich: Dreikönigssilber für die Majestät

Korschenbroich : Dreikönigssilber für die Majestät

König Andreas Albani hat es schon in natura gesehen. Marc Venten bekommt es erst heute zu Gesicht: das neu gestaltete elfteilige Rückensilber der St. Katharina Junggesellen Bruderschaft.

"Ich bin sehr gespannt darauf, wie es geworden ist", sagt der Präsident der Bruderschaft. Seit Ostern hatte Goldschmied Peter Goeth das Silber bei sich in der Werkstatt in Vallendar, jetzt ist es zurück in Korschenbroich. Heute Abend beim Silberputz der Schützen, dürfte es also etwas zum Staunen geben.

Alte Silberplatte als Vorlage

Schmied Goeth hat eine neue Platte für die Mitte des Rückenschmuckes gefertigt. Und das hat einen besonderen Grund: Mit der Platte wollen die Männer würdigen, dass Andreas Albani seit 1753 erst der zweite König ist, der gleich dreimal in Korschenbroich regiert. Als Vorlage für das neue Element diente die 1754 entstandene Hauptplatte des alten "Dreikönigssilbers", das die Junggesellen bis 1888 getragen haben. Christian Horten hieß Andreas Albanis Vorgänger, der von 1751 bis 53 regierte und dem zu Ehren damals jene Platte entstand, die immer noch existiert und die Peter Goeth nun kopiert hat.

"Die äußere Form ist identisch", sagt Venten. "Aber die neue Platte ist etwas kleiner, sonst hätte sie nicht in das Rückensilber gepasst." Sie zeigt das Abbild der heiligen Katharina mit ihren Symbolen, dem gebrochenen Rad und dem Schwert. Über drei Kronen sind die Jahreszahlen 1751, 1752 und 1753 eingraviert, darunter die Zahlen 2007, 2008 und 2009. Nur zu außergewöhnlichen Anlässen werde das Silber verändert, erzählt Venten. Zuletzt wurde es 1968 umgestaltet, als die Könige Dieter Siegers und Albert Schmitten eine halbmondförmige Platte gespendet hatten.

Alles neu angeordnet

Nun ist alles neu angeordnet worden: Nicht nur das Dreikönigs-Silberelement integrierte Goldschmied Goeth in den Rückenschmuck. Er brachte auch zwei Platten unter, die die St. Sebastianus Bruderschaft den Junggesellen 2008 zum 300-jährigen Bestehen geschenkt hatte. "Ein anderes kleines Teil, auf dem nichts eingraviert war, mussten wir entfernen. Sonst hätte alles nicht zusammen gepasst", berichtet Venten. "Bisher war unser Silber ziemlich schmal und bescheiden. Jetzt nicht mehr", freut er sich. In der Messe am Pfingstmontag werde es geweiht.

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(RP)