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Korschenbroich: Die Stadt sorgt für genug U3-Plätze

Korschenbroich : Die Stadt sorgt für genug U3-Plätze

Der Ausbau der U3-Betreuung im Stadtgebiet geht gut voran: Sieben von 14 Einrichtungen sind bereits ausgebaut. Die Umbauten in der Kita Danziger Straße sind in vollem Gange. "Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Quote von 35 Prozent schaffen wir", versichert Amtsleiterin Messmann.

Wenn am Montag der Kindergarten an der Danziger Straße seinen Betrieb wieder aufnimmt, rücken zeitgleich auch die Handwerker an. Die beiden Anbauten für die Betreuung der Unter-Dreijährigen sind im Rohbau fertigstellt. "Jetzt fehlen noch die Fenster", fasst Amtsleiterin Michaele Messmann den aktuellen Stand der Maßnahme zusammen. Während die 54 Jungen und Mädchen den Fortschritt auf der Baustelle fasziniert beobachten, ist das Kita-Team um Leiterin Susan Janissen und Stellervertreterin Nina Potyka froh, wenn wieder Ruhe an der Danziger Straße einkehrt.

Vierzehn Kindertageseinrichtungen im Korschenbroicher Stadtgebiet garantieren derzeit die Betreuung von 935 Jungen und Mädchen. Davon sind neben 53 Tagespflegestellen 162 U3-Betreuungsplätze. Bis 2013 — so will es der Gesetzgeber — müssen Stadt und Kirche das Angebot noch um weitere 25 Plätze ausstocken. "Bis 2013 sollen alle 14 Kindertageseinrichtungen ausgebaut sein", sagt Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick und blickt optimistisch in die Zukunft. Allerdings macht er bei der Aussage eine Einschränkung: "Vorausgesetzt, die Landesmittel fließen." Zum Hintergrund: In den vergangenen Monaten kam es bei den Bewilligungsbescheiden landesweit immer wieder zu Verzögerungen. Der von den Jugendämtern gemeldete Bedarf überstieg die vorhandenen Fördermittel.

Die Zuschussanträge für die fünf Kindergärten Am Hallenbad, Auf den Kempen, Hochstraße (alle Kleinenbroich), Schulstraße und St. Katharina (beide Glehn) sind bereits beim Land gestellt. "Wir warten derzeit auf die Zuschussbewilligung für den Kerper Weiher. Die Planung ist abgeschlossen, wenn das Geld kommt, können wir sofort anfangen", sagt Dick. Für Kerper Weiher sind 312 500 Euro veranschlagt. Der Kindergarten Am Hallenbad soll für 190 000 Euro und der Kindergarten Auf den Kempen für 298 000 Euro umgebaut werden. "Der Ausbau der Kindertagesstätte Hochstraße ist dann für 2013 vorgesehen", spricht Bürgermeister Dick die vorgesehene Auslagerung an die Pestalozzistraße an, um Platz für die Feuerwehr zu schaffen. "Wir können mit der Kita ja erst in die Flummigumm-Räume umziehen, wenn die Ogata in die angrenzende Grundschule wechseln kann."

Das Betreuungsangebot kann sich aus Sicht von Dick sehen lassen: "Mit den Tagesmüttern kommen wir schon jetzt auf 30 Prozent." Um in Kleinenbroich die noch ausstehende Umrüstung zu kompensieren, wurden sogenannte "Nestgruppen" eingerichtet. Bis 2013 muss die Stadt mindestens für 35 Prozent aller U3-Kinder einen Platz anbieten können. "Das schaffen wir", sagt Messmann. "Wir kommen dann sogar auf 36,48 Prozent."

(RP)