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Die Stadt Korschenbroich stellt den Ausbildungswegweiser 2020 vor

Stadt Korschenbroich stellt neue Broschüre vor : Umfangreiche Hilfe bei der Ausbildungssuche

Der Ausbildungswegweiser der Stadt Korschenbroich bietet eine breite Auswahl an Lehrstellen, Dualen Studien- und Praktikumsplätzen. Anders als früher werben mittlerweile vor allem die Unternehmen um ihre Bewerber.

Die Idee ist nicht neu, aber noch nie wurde sie so umfangreich umgesetzt. Der Ausbildungswegweiser der Stadt Korschenbroich umfasst in seinem vierten Jahr ganze 155 Seiten. 76 heimische Betriebe stellen sich vor. Schulabgänger können sich über 50 verschiedene Ausbildungsberufe und fünf duale Studiengänge informieren.

„Die Betriebe haben erkannt, was das für eine gute Eigenwerbung ist“, sagt Carolin Kreuels von der städtischen Wirtschaftsförderung. So erklärt sie sich, dass gleich 26 Arbeitgeber in diesem Jahr zum ersten Mal dabei sind. Neu ist auch, dass Praktikumsplatzangebote im Ausbildungswegweiser vorhanden sind. Insgesamt 51 Betriebe haben sich hierzu bereit erklärt. „Wir richten uns daher nicht nur an Schulabgänger, sondern auch an Schüler, die ihr Pflichtpraktikum absolvieren müssen“, sagt Kreuels.

Der Wegweiser ist übersichtlich in Doppelseiten aufgebaut. Auf der linken Seite findet sich der jeweilige Ausbildungsberuf samt Aufgaben- und Anforderungsbeschreibung. Von A wie Anlagenmechaniker bis V wie Vewaltungsfachangestellter. Hier finden sich auch Hinweise zur Ausbildungsdauer und zur tariflichen Vergütung. Auf der rechten Seite stehen die Korschenbroicher Arbeitgeber, die eine solche Ausbildung anbieten. Mit Namen, Kontaktdaten, Bewerbungsschluss und vorausgesetztem Schulabschluss. Auch die Stadt Korschenbroich ist auf eigenen Seiten mit Angeboten zu Ausbildung und Dualem Studium vertreten. Komplettiert wird der Wegweiser durch Bewerbungstipps. Sie waren einmal der Kern des ersten Wegweisers, bevor er auf seine heutige Dicke anwuchs.

Dass die Broschüre erstmals schon im Herbst erscheint, hat auch etwas mit dem Fachkräftemangel zu tun. „Früher war es so, dass die Schulabgänger nach den übriggebliebenen Ausbildungsplätzen suchen mussten“, sagt Kreuels. Heute habe sich die Situation gedreht. „Die Betriebe werben aktiv um Bewerber.“ Also sei auch das Interesse groß, möglichst früh auf sich aufmerksam zu machen. Schon weit vor dem Ende der Bewerbungsfrist die Schulabgänger über die eigenen Angebote zu informieren.

Um ihren neuen Ausbildungswegweiser unter die Leute zu bringen, wird Kreuels in den nächsten Wochen die entsprechenden Korschenbroicher Schulen besuchen. „Wir haben genug Broschüren für zwei komplette Jahrgänge pro Schule“, sagt sie. Alle anderen können im Rathaus vorbeischauen, wo weitere Exemplare ausliegen werden.

Die Stadt kann zwar keine gesicherten Auskünfte darüber geben, wie gut ihre Informationen genutzt werden. Wie viele Schulabgänger durch die Broschüre zu ihrer Ausbildung finden, bleibt unklar. Aber die steigende Beteiligung der Unternehmen zeige doch, dass das Angebot wahrgenommen wird. Stadtsprecherin Birgit Wilms sieht darin nicht nur die Not durch den Fachkräftemangel. Sondern auch eine positive Entwicklung. „Viele junge Leute möchten standortnah bleiben“, sagt sie. „Sie möchten da leben und arbeiten, wo sie mit dem Fahrrad hinfahren können.“ Auch der Umweltschutz-Gedanke spiele hierbei eine Rolle. Warum also nicht zu Hause in Korschenbroich eine Ausbildung starten. Möglichkeiten gibt es genug.