Korschenbroich: Die Stadt ändert ihr Erscheinungsbild

Korschenbroich: Die Stadt ändert ihr Erscheinungsbild

Mit einer modernen, an das Stadtwappen angelehnten Bildmarke und einem frischen Slogan gestaltet Korschenbroich nicht nur seinen Internetauftritt neu. Trotz grafischer Weiterentwicklung bleiben traditionelle Elemente erhalten.

Vor Kurzem wurde Bürgermeister Marc Venten vor Augen geführt, dass das Erscheinungsbild seiner Stadt nicht mehr zeitgemäß ist. Dabei ging es nicht um den Ortskern oder andere städtebaulichen Projekte. Nein, bei den Planungen zur Umgestaltung der städtischen Homepage wurde deutlich, dass Korschenbroich eine Internetseite hat, die die Anforderungen an einen modernen Auftritt nicht mehr erfüllt. "Unser altes Logo ist Mitte der Neunzigerjahre entstanden, und das bisherige Design ist auch nicht mehr brauchbar. Deswegen tut uns ein gänzlich neuer Anstrich gut", sagt Venten. Und dieser Anstrich betrifft nicht nur die Homepage, die in etwa einem halben Jahr neu gestaltet online gehen soll. Ab sofort werden Schritt für Schritt auch Geschäftspapiere, Broschüren oder Werbeartikel mit neuer Bildmarke und frischem Slogan versehen.

"Stadt. Land. Heimat." steht künftig unter dem Schriftzug der Stadt, der alte Spruch "hier lässt's sich leben" hat ausgedient. "Man kann darüber diskutieren, ob ein Slogan überhaupt notwendig ist. Aber ich bin schon der Meinung, dass ein solcher Claim dabei helfen kann, eine Identifikation zu erzeugen", sagt Sascha Bonneß, der Korschenbroichs neues Erscheinungsbild gestalten durfte. Der Diplom-Designer weiß als gebürtiger Korschenbroicher, welche Gefühle mit dem neuen Slogan transportiert werden müssen. Dabei ist die Nähe zum bekannten "Stadt, Land, Fluss" durchaus gewollt.

"Der Clou an unserem Slogan ist aber, dass der dritte Begriff Heimat zu besonderen Anlässen oder Projekten ausgetauscht werden kann, beispielsweise mit Unges Pengste oder Citylauf", sagt Bonneß. Er habe zu Beginn der Planungen nur ganz wenige Vorgaben seitens der Stadt bekommen und viele Freiheiten gehabt, fügt er hinzu. Zu den wenigen Vorgaben gehörte, dass auch im neuen Erscheinungsbild die Stadtfarben gold-gelb und schwarz sowie in irgendeiner Form auch das Stadtwappen vorkommen sollten.

Allerdings setzte Bonneß nicht auf das herkömmliche Wappen, sondern nahm es als Ausgangslage, um eine neue Bildmarke zu schaffen. "Das schwarze kurkölnische Kreuz sowie die gold-gelben Balken des bei Korschenbroich ansässigen Geschlechtes Myllendonk-Mirlaer sind immer noch vorhanden, doch durch das Abstrahieren und Minimalisieren der Wappenform entsteht eine neue Eigenständigkeit", erklärt der Diplom-Designer. Zudem ist die Wappenform durch das am unteren Ende abgerundete Kreuz noch sichtbar.

"Unser Stadtwappen ist damit nicht aufgelöst, es wird auch weiterhin in vielfältiger Weise verwendet werden. Aber mit dem neuen Erscheinungsbild und dem Slogan schaffen wir es, das starke Gefühl der Heimatverbundenheit noch besser zum Ausdruck zu bringen", sagt Venten. Gemeinsam mit seinem Referenten Patrick Gorzelanczyk präsentierte der Bürgermeister gestern Abend im Hauptausschuss Logo und Slogan den Politikern. Zuvor hatte sich die Verwaltung intern beraten und mit den Fraktionsvorsitzenden im Ältestenrat abgestimmt. "Insgesamt haben wir das Projekt aber verhältnismäßig schnell realisiert. Das Ganze hat nicht mehr als sechs bis acht Wochen gedauert", sagt Venten.

Dafür wird es aber noch eine Zeit dauern, bis das alte Stadtlogo komplett verschwunden ist. "Es gibt nicht den Tag x, an dem es nur noch das neue Erscheinungsbild gibt", sagt Gorzelanczyk. Und Venten fügt hinzu: "Es gibt ja noch Broschüren oder Werbeartikel, die mit unserem bisherigen Auftritt gedruckt wurden. Wir schmeißen jetzt mit Sicherheit nichts weg."

(togr)