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Korschenbroich: Die Sebastianusstraße soll sicherer werden

Korschenbroich : Die Sebastianusstraße soll sicherer werden

Zu viel, zu laut, zu schnell – so empfinden Anwohner das Verkehrsaufkommen im Korschenbroicher Ortskern. Das soll sich jetzt ändern. Die Weichen für kleinere Korrekturen stellte jetzt der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Unter anderem soll dem Autofahrer mit einer Geschwindigkeitsmessanzeige verdeutlich werden, dass er "viel zu schnell unterwegs ist". Grundlage für den CDU/SPD-Antrag war die Verkehrsanalyse, die von März bis Juni erstellt worden waren.

Zu viel, zu laut, zu schnell — so empfinden Anwohner das Verkehrsaufkommen im Korschenbroicher Ortskern. Das soll sich jetzt ändern. Die Weichen für kleinere Korrekturen stellte jetzt der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Unter anderem soll dem Autofahrer mit einer Geschwindigkeitsmessanzeige verdeutlich werden, dass er "viel zu schnell unterwegs ist". Grundlage für den CDU/SPD-Antrag war die Verkehrsanalyse, die von März bis Juni erstellt worden waren.

Wolfgang Christ — vom Ingenieurbüro IVV aus Aachen — hatte die Ergebnisse zusammengetragen und den Bürger bereits im November vorgestellt. Sein Fazit: Das größte Problem sind die zu hohen Geschwindigkeiten in den verkehrsberuhigten Zonen. In der Sebastianusstraße zum Beispiel sind die Autofahrer oft doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt. "Viele Autofahrer sind dort offenbar der irrigen Ansicht, dort seien 30 Stundenkilometer erlaubt", begründete Gerd Krappa für die CDU den Vorstoß, dort künftig Geschwindigkeitsmessanzeigen an geeigneten Stellen zu installieren.

Die beiden Tafeln sollen jeweils mit einem deutlichen Hinweis auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit von sieben Stundenkilometer installiert werden. Für Rolf Schmier (Die Aktive) ist das "überflüssig und kontraproduktiv". Während sich die Vertreter der Aktive gegen den zusätzlichen Hinweis aussprachen, begrüßte Matthias Greiner-Petter (Grüne) den Vorschlag auf das vorgeschriebene Schritt-Tempo: "Finde ich gut." Befürchtungen, dort würden Verkehrs-Rowdies ihren Tacho austesten, waren im Bauausschuss schnell vom Tisch. Und auch Bürgermeister Heinz Josef Dick warb für die Geschwindigkeitsmessanzeigen: "Es ist lediglich ein Appell, aber wir sollten es mit den Tafeln versuchen."

Das untere Straßenstück der Sebastianusstraße — im Bereich der Einmündung zur Mühlenstraße — soll ebenfalls sicherer werden. Dort wird ein Tempo-30-Schild aufgestellt. Damit will der Bauausschuss eine Art Geschwindigkeitstrichter schaffen, damit der Autofahrer sein Tempo nicht abrupt von 50 auf sieben Stundenkilometer drosseln muss.

Auf der Mühlenstraße soll künftig der Verkehr auch nur noch mit Tempo 30 rollen. Dies begründete der Bauausschuss — gegen die Stimmen der Aktiven — mit der schon zu engen Straßenbreite und den vielen parkenden Autos.

(RP)