Die Agenda 2030 soll Korschenbroich die Richtung zeigen

Zukunftsperspektive : Die Agenda 2030 soll Korschenbroich die Richtung zeigen

Die Stadt will 2019 über ihre Zukunft in den nächsten zehn Jahren nachdenken. Der Bürgermeister wünscht sich eine breite Beteiligung aller Einwohner.

„Quo vadis, Korschenbroich? Wo wollen wir hin?“ Diese Frage stellte Bürgermeister Marc Venten am 30. Oktober 2018 in seiner Haushaltsrede für das Jahr 2019. Er meinte damit die Agenda 2020, die der Stadtrat am 28. August 2008 auf den Weg gebracht hatte. Hintergrund war damals der demographische Wandel, das Älterwerden der Gesellschaft auch in einer Stadt wie Korschenbroich. „Schon 2020 ist jeder zweite Korschenbroicher 50 Jahre und älter“, sagte der damalige Bürgermeister Heinz Josef Dick.

In den Jahren der Agenda 2020 ist die Bevölkerung in Korschenbroich stetig angestiegen. Lag sie im November 2019 noch bei knapp über 33.000 Einwohnern, so lebten am 30. Oktober 2018 insgesamt 34.112 Menschen in der Stadt. Verwirklicht wurde das auch durch neue Wohngebiete, um insbesondere jungen Familien einen neuen Lebensort zu ermöglichen. Zuletzt wurden neue Baugebiete an der Niersaue und westlich der Dietrich-Bonhoeffer-Straße geplant und schon teilweise bebaut; vorbereitet wird zurzeit das Baugebiet Körschgensweide in Glehn, zwischen Haupt- und Elisabethstraße gelegen. Damit die Korschenbroicher auch vor Ort arbeiten können, wurde in den vergangenen Jahren in Gewerbegebiete investiert. Das Gewerbegebiet Glehner Heide ist inzwischen komplett vermarktet. Mit dem künftigen Gewerbegebiet Glehner Heide II will die Stadt die weitere Nachfrage bedienen. Was das Älterwerden der Gesellschaft angeht, so verfügt die Stadt über mehrere Senioreneinrichtungen. Darüber hinaus bietet sie Seniorennachmittage in den Stadtteilen sowie verschiedene Veranstaltungen an: Vortragsreihen der Seniorenbeauftragten, einen gedruckten Wegweiser speziell für ältere Menschen sowie die Ehrenamtsbörse.

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Die Agenda 2020 muss bald zur Agenda 2030 fortgeschrieben werden. Der Bürgermeister will mit allen Korschenbroichern darüber sprechen, wie sich die Stadt enwickeln soll: Wo weitere Neubau und Gewerbegebiete enstehen, wo Grünzüge und Freiflächen erhalten bleiben sollen, ob es mehr Tourismus geben soll, was für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren getan werden sollte, ob man mehr für das Ehrenamt oder mehr für die Familien investiert. „Wir wollen fragen, wo die Stadt im Jahr 2030 stehen könnte. „Und diese wichtige Frage soll nicht allein in der Amtsstube beantwortet werden.“

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