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Kleinenbroich: Der Heimatverein trauert um Anita Kolvenbach

Kleinenbroich : Der Heimatverein trauert um Anita Kolvenbach

Die Mitglieder des Kleinenbroicher Heimatvereins trauern um ihre Vorsitzende Anita Kolvenbach. Gut 22 Jahre stand sie an der Spitze des Vereins. Sie war Motor und Macher zugleich.

Ihr war als engagierte Ehrenamtlerin keine Aufgabe, kein Gespräch zu viel. Auch als sie erstmals vor 2004 von ihrer unheilbaren Krankheit erfuhr, ließ sich Anita Kolvenbach von der Diagnose nicht unterkriegen. Im Gegenteil: Sie versprühte Lebensfreunde und machte speziell ihrer Familie immer wieder Mut. Sie hatte für sich entschieden: "Ich muss kämpfen." Doch in den zurückliegenden Wochen wurde es stiller um Anita Kolvenbach. Ihr fehlte zuletzt die Kraft, sich weiter erfolgreich gegen den Krebs zu stemmen. Sie starb am 30. April im Alter von 67 Jahren. "Mit ihr verlieren wir einen lieben Menschen, eine engagierte Vorsitzende", sagt Vize-Vorsitzender Rolf Schmier. Er will zunächst im Sinne von Anita Kolvenbach die Vereinsgeschäfte weiterführen. Seinen Urlaub hat er abgebrochen, um morgen um 10 Uhr am Beisetzungsgottesdienst in St. Dionysius dabei sein zu können.

Die Begeisterung für den Heimatverein teilte sie mit ihrem Mann Heinz. Gleiches galt auch für die Politik. Während er sich in den Stadtrat wählen ließ, arbeitete sie als Beisitzerin im CDU-Ortsverband mit. Wichtig war der Einzelhandelskauffrau mit dem Talent zum Organisieren, der örtliche Martinsumzug. 1995 wurde ihr die Aufgabe angetragen, die sie noch bis zum vergangenen November übernahm. Die Pflege der Kleenebrooker Mundart gehörte ebenso zu ihren Steckenpferden, wie der Museumsbereich im Bahnhof oder die Arbeit im Kirchenvorstand. Ihre Familie war ihr aber bei allem Einsatz das Wichtigste.

(-wi)