1. NRW
  2. Städte
  3. Korschenbroich

Das Korschenbroicher DRK ist ganzjährig im Einsatz

Ehrenamt in Korschenbroich : Das DRK ist ganzjährig im Einsatz

Der Ortsverein Korschenbroich verantwortet zu Schützenfest, City-Lauf und St. Martinsumzügen Versorgung und Betreuung der Menschen. Mitglieder werden kostenfrei aus- und fortgebildet. Nachwuchs ist erwünscht.

Vor drei Jahren war Stefan Brings noch ohne jede „Vorbelastung“ dem DRK beigetreten. Es entsprach halt der Tradition der Sparkasse, den Vorstand des Ortsvereins mitzustellen. „Ich habe den Verein schätzen gelernt“, sagt der Sparkassenberater heute. Bei den vergangenen Vorstandswahlen wurde Brings zum Vorsitzenden gewählt und steht damit in der Nachfolge von Dietmar Mittelstädt, der den Kreisvorsitz in Grevenbroich übernommen hat. Das neue Vorstandsteam hat sich insgesamt verjüngt, doch Brings stellt fest, dass erfahrene Mitstreiter, wie Karin Scheffler, immer noch mit im Boot sind.

Bereitschaftsleiterin Sonja Richter ist mit Stellvertreter Andreas Killer Hauptansprechpartnerin für die Einsätze in Korschenbroich und direktes Bindeglied zwischen Vorstand und Bereitschaftsdienst. „Es wächst einem ans Herz“, sagt sie über ihr Ehrenamt. „Es ist wichtig, eng zusammen zu arbeiten, um Fachkompetenzen zu bündeln. Da braucht es Rückmeldung“, betont Brings die Arbeit zwischen Vorstand und Bereitschaftsdienst.

Zu den Bereichen der gemeinnützigen Hilfsorganisation vor Ort zählen Blutspende, Erste Hilfe, Katastrophenschutz, die Versorgung der Feuerwehr bei Großeinsätzen sowie Ausbildung und Fortbildung der Mitglieder. Zu den hiesigen Veranstaltungen, wie Schützenfest, City Lauf, Oktoberfest und St. Martinsumzügen, stehen die ehrenamtlichen Helfer bereit, um bei Bedarf Rettung, Versorgung und Betreuung der Menschen zu leisten. In besonderer Erinnerung ist Andreas Killer der Einsatz geblieben, als in der Stadt viele Flüchtlinge untergebracht und versorgt werden mussten. Als Voraussetzung für den Sanitätsdienst nennt Killer ein Einführungsseminar und einen Erste-Hilfe-Kursus. Beides wird Mitgliedern kostenfrei geboten wie auch darauf aufbauende Fortbildungen. „Wir suchen für alle Bereiche Leute“, sagt Killer, der vor 26 Jahren von einem Freund zu einem DRK-Treffen mitgenommen wurde und sich seitdem der Hilfsorganisation verbunden fühlt, inzwischen hauptberuflich im Fachbereich Technik und Sicherheit. Richter betont die Vielfalt der Aufgaben, die ein breites Spektrum an Mitgliedern ermöglicht: „Wir haben für jede Sparte und jeden etwas zu tun, wo er helfen kann“, sagt sie, um Berührungsängsten vorzubeugen. Wie in anderen Vereinen auch, fehlt es an Nachwuchs. „Wer Interesse hat, erhält kostenfrei eine Sanitätsausbildung und hat die Möglichkeit, der Gesellschaft etwas zurückzugeben“, wirbt Brings. Potentiellen Neumitgliedern versichert Richter, dass der Ortsverein mit gemeinschaftlichen Unternehmungen das Miteinander stärkt und „jede Menge Spaß“ hat. Trotz des Ehrenamts kann das DRK seine Leistungen nicht kostenlos anbieten. „Wir verdienen das Geld, das wir in die Aus- und Fortbildung stecken. Die Anschaffung der Einsatzkleidung verursacht Kosten.

Um heutigen Regularien zu entsprechen, muss immer tiefer in die Tasche gegriffen werden“, erklärt Brings. Hier wirbt er im Namen des Vereins für Verständnis, um das Leistungsniveau halten zu können. Professionelle Anbieter seien teurer, so der Vorsitzende.