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Korschenbroich: Club baut Freiluft-Fitnessstudio

Korschenbroich : Club baut Freiluft-Fitnessstudio

Einen "Aktivplatz" mit Fitnessgeräten will der Verein Sport ältere Generation auf einer Wiese zwischen Rathaus und Gymnasium eröffnen. Ab Sommer 2012 sollen sich Korschenbroicher dort trimmen. Die ersten Arbeiten laufen schon.

Beim Herbstfest konnten die Korschenbroicher schon mal probeschwitzen. Der Verein Sport ältere Generation hatte an seinem Stand verschiedene Fitnessgeräte mehrerer Anbieter aus Edelstahl und Kunststoff ausgestellt, von deren Typ voraussichtlich im Frühjahr oder Sommer 2012 vier Stück auf der Wiese zwischen Rathaus und Gymnasium aufgebaut werden.

Dort will der Verein mit Hilfe von Sponsoren einen so genannten Aktivplatz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eröffnen. Dazu gehört auch ein Feld für Boule, ein dem Murmelspiel ähnliches Wurfspiel mit Kugeln. Die etwa zehn mal 15 Meter große Fläche ist schon ausgehoben und soll im Oktober fertig sein.

"Auf dem Aktivplatz können die Bürger zusammenkommen und etwas für ihre Gesundheit tun", sagt Hubert Tokloth, Schatzmeister des Vereins Sport ältere Generation. Die Idee zu dem Projekt sei im Arbeitskreis demografischer Wandel entstanden, den die Stadt ins Leben gerufen hat.

Mit Karl-Heinz Bednarzyk und Franz Münch entwickelte Tokloth die Idee weiter. "Wir gehen davon aus, dass die Grünfläche ideal ist für so einen Aktivplatz", sagt der 74-Jährige. Die Wiese sei vor Blicken von außen ziemlich geschützt — aber trotzdem zentral gelegen.

Jeweils etwa 3500 Euro sollen die Fitnessgeräte, an denen sich unter anderem die Rücken-, Schulter und Beinmuskeln trainieren lassen, kosten. Das Boule-Spielfeld anzulegen kostet 7000 Euro. Der Verein Sport ältere Generation beteilige sich, es fehlten aber noch ein paar Sponsoren, sagt Hubert Tokloth.

Er ist zuversichtlich, dass die Korschenbroicher den Aktivplatz gut annehmen — vor allem auch Jugendliche, weil das Gymnasium und die Andreasschule gleich in der Nähe liegen.

Vielleicht würden die Reha-Sportgruppen des Vereins Sport ältere Generation auch mal ihre Gymnastikstunden auf dem Platz abhalten, überlegt Tokloth. Für die Wartung der Geräte ist der Verein nicht zuständig: Da gebe es eine Absprache mit der Stadt, auf deren Gelände sie stünden.

Tokloth kennt Aktivplätze in Neuss, Mettmann und Düsseldorf. Sie seien viel moderner gestaltet als die Trimm-dich-Pfade vergangener Jahrzehnte, sagt er. Auch der Platz in Korschenbroich soll so modern werden.

"Die Geräte kann jedermann sofort nutzen, ohne Vorkenntnisse", erzählt er und macht dann doch eine Einschränkung: Beim Herbstfest sei aufgefallen, dass die Geräte für Kleinkinder teilweise zu groß seien. "Die Kinder sollten lieber mindestens etwa neun oder zehn Jahre alt sein."

(naf)