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Leichtathletik: Rekorde krönen das City-Lauf-Jubiläum

Leichtathletik : Rekorde krönen das City-Lauf-Jubiläum

4298 Meldungen, 3772 Finisher: Auf so reges Interesse wie bei der 25. Auflage stieß der Korschenbroicher City-Lauf bei den Leichtathleten noch nie. Und auch in den Wettbewerben selbst gab es zwei neue Rekorde.

Wenn einer Jubiläum feiert, dann wünscht er sich viele Gäste, ansprechendes Wetter und vielleicht die ein oder andere schöne Überraschung. Solche oder ähnliche Hoffnungen dürfte auch Hans-Peter Walther, der Cheforganisator des Korschenbroicher City-Laufs, gestern vor der 25. Auflage der Veranstaltung gehegt haben. Und am Ende eines ereignisreichen Tages dürfte er festgestellt haben, dass die meisten seiner Träume noch übertroffen worden waren. Soviele Meldungen wie noch nie (4298), soviele Läufer wie noch nie, die die Ziellinie an der Hindenburgstraße überquerten, dazu zwei neue Streckenrekorde im Elite-Lauf der Frauen und in der Männerwertung der Handbiker — Walther konnte sich reich beschenkt fühlen.

Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Dass das Wetter mitspielte — die Sonne hielt sich zwar bedeckt, doch Temperaturen von 12 bis 14 Grad Celsius boten beste Bedingungen für die Teilnehmer — und nach offiziellen Angaben 16 000 Zuschauer die Strecke säumten, es darüber hinaus keine nennenswerten Unfälle und Verletzungen gab, zeugten von einer rundum gelungenen Veranstaltung und reibungslosen Abläufen. Das ließ sich im Übrigen auch an einem Detail ablesen: Walther hatte am frühen Nachmittag genügend Muße, an fleißige Helfer und Presseleute leckere Bratwurstbrötchen zu verteilen.

Auf die Minute pünktlich hatte der City-Lauf gleich mit einem Höhepunkt begonnen. Denn angesichts der rund 650 Eltern, die mit ihren Kindern — winzigen, kleinen und schon etwas größeren — die 1100 Meter lange Strecke des Familienlaufs in Angriff nahmen, ging vielen Zuschauern das Herz auf. Zumal manche Pänz im Kinderwagen mitrollten oder zumindest einen Teil der Distanz auf dem Arm von Papa oder Mama hinter sich brachten. Originelle Anblicke gab es auch bei den acht Schülerläufen, den Staffeln, dem Odlo City-Run über 10 000 Meter und dem Volkslauf über 5000 Meter. Zu sehen waren beispielsweise kuriose Kopfbedeckungen wie Hasenohren oder Ampelmännchen, mitunter auch Piraten- oder andere Kopftücher, und einige Starter hatten das Trikot ihrer Lieblings-Fußballmannschaft übergestreift. Beliebt auch MP3-Player für motivierende Musik auf die Ohren und — angesichts des durchweg bedeckten Himmels erstaunlich — Sonnenbrillen.

Eines hatten fast alle Läufer gemeinsam, egal ob Kleinkind, "Mittelalter" oder die beiden Senioren im Feld, Dieter Otten und Hans Mirbach (beide 76): Ehrgeiz und Begeisterung standen ihnen meist gleichzeitig ins Gesicht geschrieben. Und wenn bei den Jüngsten doch mal ein Tränchen verdrückt wurde, weil es heftig in der Seite piekte, war das im Ziel auch schnell wieder vergessen.

Rasanz, hohes Tempo und großen Sport boten die Elite-Läufe. Bei den Männer hatte über 10 000 Meter der Kenianer Isaac Mukundi Mwangi in 28:27 Minuten die Nase vorn vor dem Spanier Ilias Fifa (28:33) und Ben Siwa aus Uganda (28:38). Bester Deutscher war Steffen Uliczka vom TSV Kronshagen auf Rang sieben (20:03). Schnellste Frau war Karolina Jarzynska aus Polen, die in 15:33 Minuten einen neuen Streckenrekord aufstellte. Zweite wurde Sifan Hassan aus Äthiopien (15:44) vor Nadezda Trilinskaya (Russland; 15:49 Minuten). Beim Odlo-City-Lauf siegte im Männerfeld Uldis Pastars aus Lettland vor Magnus Gödiker (Krefeld) und Dennis Winter (Mönchengladbach). Bei den FRauen wurde Mareike Ressing aus Pinneberg Erste vor Silke Bommes (Waldniehl) und Anja Kaufmann (Refrath).

Den zweiten Streckenrekord schaffte Handbiker Jetze Plat aus den Niederlanden, der die von ihm selbst 2010 aufgestellte Bestmarke von 20:01 um 32 Sekunden unterbot (19:29). Svetlana Moshkovich (20:40) war schnellste Frau. Beeindruckende 1323 Teilnehmer wurden beim Volkslauf verzeichnet. Die Sieger hier: Yannik Weeke und Alina Beckers (TV Korschenbroich).

Das Fazit von Cheforganisator Hans-Peter Walther fiel überaus positiv auf: "Wir haben uns in punkto Quantität und Qualität noch einmal steigern können."

(NGZ)