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Korschenbroich: CDU/SPD will Dückers als neuen Beigeordneten

Korschenbroich : CDU/SPD will Dückers als neuen Beigeordneten

Zwei Juristen wollen die Nachfolge von Bernd Dieter Schulze antreten. Im Hauptausschuss stimmten CDU/SPD für Thomas Dückers (41). Die Kleinen enthielten sich. Sie wollen noch in ihren Fraktionen beraten.

Die Entscheidung für den neuen Beigeordneten im Korschenbroicher Rathaus ist gefallen. Hinter verschlossenen Türen sprachen sich am Donnerstagabend CDU und SPD für den Bewerber aus Kaarst aus. Thomas Dückers soll es machen. Der 41-Jährige soll die Stelle des Ersten Beigeordneten - und damit die Nachfolge von Bernd Dieter Schultze - zum 1. Juli antreten. Die vier kleinen Fraktionen enthielten sich, so dass Dückers mit einer einmütigen Beschlussempfehlung in die Ratssitzung am 12. Mai gehen wird. Da Bürgermeister Dick als Vorsitzender des Hauptausschusses weder André Erpenbach noch Thomas Dückers zum Wochenausklang informieren wollte, hatten alle Hauptausschussmitglieder Stillschweigen verabredet.

Die Oppositionsparteien verhielten sich am Donnerstag zurückhaltend. Sie warben um Verständnis, schließlich wollten sie ihre Eindrücke erst in den eigenen Reihen vortragen, um dann zu entscheiden. Ihnen fehlt der Wissensvorsprung von CDU und SPD. Dort hatten sich die beiden Juristen bereits am 20. April vorgestellt. Die Vertreter von Bündnisgrüne, Die Aktive, von FDP und Ulli/Zentrum trafen im Hauptausschuss erstmals auf Dr. André Erpenbach aus Herford und Thomas Dückers. Die Tendenz für Dückers war aber auch bei ihnen erkennbar.

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Bürgermeister Dick gab sich im Anschluss an den Hauptausschuss wie immer zugeknöpft. "Ich möchte nichts zu den beiden Bewerbern sagen", hatte er bereits am Nachmittag geäußert. Dick verwies dabei auf einen Teil der "nicht-öffentlichen" Sitzung. Weiter merkte er an: "Dafür hat das Bewerberverfahren als Thema in den vergangenen Wochen schon für zu viel Unruhe gesorgt." Mit dieser Bemerkung spielte Dick auf die ungeschickte Vorgehensweise von Hanns-Lothar Endell (Aktive) an. Dieser hatte sich zeitgleich für die Beigeordnetenstelle als auch für die Bürgermeister-Kandidatur beworben. Dick hielt an seiner Sprachreglung fest und verwies auf den 12. Mai: "In der Ratssitzung wird die Personalie öffentlich behandelt."

Aus gut unterrichteten Kreisen war aber zu erfahren, dass es von CDU und SPD ein klares Bekenntnis für Dückers gab. Da die CDU-/SPD-Kooperation im Stadtrat eine deutliche Mehrheit hat, sind die Weichen damit klar gestellt.

Zur Person: Tomas Dückers, in Nettetal geboren, lebt mit seiner Familie in Kaarst-Büttgen. Zurzeit ist er als Regierungsdirektor im Finanzministerium NRW für die Beamtenversorgung zuständig. Zuvor war er im Ministerbüro von Helmut Linssen und davor für die CDU-Landtagsfraktion in Hannover tätig.

(NGZ)