Bürgerstiftung Korschenbroich sucht Kandidaten für Matthias-Hoeren-Preis

Für engagierte Korschenbroicher : Bürgerstiftung sucht Kandidaten für Matthias-Hoeren-Preis

Wer soll den Matthias-Hoeren-Preis erhalten? Korschenbroicher können Vorschläge machen. Die Preisvergabe ist eines von vielen Projekten der Stifter.

Wer soll im Dezember den Matthias-Hoeren-Bürgerpreis bekommen? Diese Frage stellt die Bürgerstiftung Korschenbroich allen Einwohnern der Stadt – verbunden mit der Bitte, geeignete Kandidaten zu benennen. Die Stiftung vergibt den mit 1000 Euro dotierten Preis alle zwei Jahre, zuletzt hat ihn 2017 Jürgen Hüsges bekommen. Vor zehn Jahren rief die Stiftung den Preis ins Leben, um damit die Menschen zu ehren, die herausragende und uneigennützige Leistungen erbracht haben, die der Korschenbroicher Bürgerschaft zugutekommen. „Das kann auch bedeuten, dass wir jemanden ehren, der Korschenbroich anderswo positiv bekannt gemacht und sich damit um das Ansehen der Stadt verdient gemacht hat“, sagt Fritz Otten. Der Architekt aus Raderbroich steht dem Stiftungsrat vor, einem Gremium, das darüber wacht, den Stifterwillen zu erfüllen.

Daneben gibt es einen Vorstand, der von Thomas Goldmann geleitet wird und der die Stiftung nach außen vertritt. Außerdem hat die Bürgerstiftung einen Ältestenrat, in dem nun auch Hermann Buchkremer mitarbeitet. Der Glehner war zuvor Chef des Stiftungsrates. Der Bürgerpreis wurde nach dem ehemaligen Landrat des Kreises Neuss, Matthias Hoeren, benannt.In diesem Jahr bekommt der Preis, über dessen Vergabe eine Jury mit Mitgliedern aus allen Stadtteilen entscheidet, einen Mitbewerber: Die Stadt Korschenbroich hat einen Heimatpreis ausgelobt, der aus Landesmitteln gespeist wird. Wird es da nicht enger, geeignete Kandidaten zu finden? „Nein“, sagt Hermann Buchkremer. „Wir werden Einzelpersonen ehren, und die Stadt zeichnet Vereine oder Verbände aus.“ 

Um das Bewusstsein für Heimat sei es auch Alfons Kranz, dem „Urinitiator“ der Bürgerstiftung, gegangen. „Er hat das angestoßen und Menschen von der Idee begeistert. Kranz war es, der die Sparkasse Neuss in das Thema einbezogen hat“, sagt Buchkremer. So habe Korschenbroich am 10. Dezember 2007 als erste Kommune im Kreis eine Bürgerstiftung bekommen, die Vorbild für weitere Gründungen in anderen Städten gewesen sei. Zurzeit liegt das Stiftungsvermögen bei 200.000 Euro. „Sie können sich ja ausrechnen, dass wir daraus bei der derzeitigen Zinslage nur geringe Erträge bekommen“, sagt Otten. So hängt die Finanzierung der Projekte vom Engagement der Mitglieder und Sponsoren ab. Und die Zahl der von der Bürgerstiftung finanzierten Projekte ist nicht gering. „Etwa 80 Prozent der Mittel stecken wir in das Thema Bildung.“

Info Preisträger-Vorschläge bis zum 30. September an f.otten@buergerstiftung-korschenbroich.de

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