Birgit Bührlé stellt Gemälde von  Tieren in der Niederrhein-Klinik Korschenbroich aus

Niederrhein-Klinik in Korschenbroich : Birgit Bührlé stellt Gemälde von  Tieren aus

Birgit Bührlé stellt ihre fast schon fotorealistischen Tierbilder bis zum 10. Januar in der Niederrhein-Klinik Korschenbroich aus.

Birgit Bührlé aus Leverkusen stellt regelmäßig alle zwei Jahre im Foyer der Niederrhein-Klinik aus. Dass viele Malerinnen und Maler im Laufe ihrer Schaffenszeit sich mehr und mehr vom Gegenständlichen lösen, ist für sie kein Thema. Sie geht genau in die andere Richtung, ihre neuesten Bilder wirken fast schon fotorealistisch. Bis zum 10. Januar sind nun rund 30 ihrer Arbeiten zu sehen. Birgit Bührlé fühlt sich in ihrer Künstlerehre ausdrücklich nicht gekränkt, wenn Auftragsarbeiten an sie herangetragen werden. Sie ist spezialisiert auf Tierbilder, die auch in dieser Ausstellung dominieren.

Die 51-Jährige malt mit Acryl auf Leinwand, gängiges, aber nicht ausschließliches Format ist 80 mal 80 Zentimeter. Im Rahmen dieser selbstgewählten Vorgaben ist jede Menge Spielraum für die künstlerische Umsetzung. Das pfiffige Erdmännchen-Trio ist ein Musterbeispiel für die neue Malerei von Birgit Bührlé: Das Fell der niedlichen Tiere verführt dazu, es streicheln zu wollen. Schräg gegenüber der Tiger stammt noch aus einer früheren Schaffensphase: Hier wurden Feinheiten ausgelassen, was sehr plakativ herüberkommt. Es dürfte aber reine Geschmackssache sein, wer letztlich welchen Malstil bevorzugt. Das Meisterstück dieser Ausstellung ist das Bild, auf dem eine Feuerlilie auf eindrucksvolle Weise in Szene gesetzt worden ist. Das Auge des Betrachters kann die Blüte in seiner Pracht erkunden.

Apropos „Auge“: Wenn Birgit Bührlé Tiere malt, legt sie großen Wert auf die Augen. „Sie stehen als Spiegel der Seele besonders im Fokus“, sagt die Künstlerin. Sie wird sich im April in Leverkusen an einer Ausstellung beteiligen, bei der es um das Thema „Märchen“ geht. Der stolze Schwan, der das Wasser vor sich zum Aufspritzen bringt, passt dazu ebenso wie der Bär, der Wolf und der Esel. Hin und wieder setzt die 51-Jährige Strukturpaste ein – so wirkt beispielsweise ein gemalter Baumstamm besonders echt. Aber Birgit Bührlé braucht nicht unbedingt solche Hilfsmittel, um nah an die Wirklichkeit heranzukommen mit ihren Bildern – ein Musterbeispiel hierfür das Bild mit dem Panther: „Er sieht so echt aus, dass sein Anblick mir am Anfang immer etwas Angst eingeflöst hat“, gesteht Birgit Bührlé.

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