Befürchteter Wasser-Stau: Stadt Korschenbroich will Damm für den Fluitbach

Befürchteter Wasser-Stau in Korschenbroich : Stadt will Schutz-Sperre für Fluitbach in Raderbroich

Die Stadt Korschenbroich möchte verhindern, dass sich in Teilen des Fluitbachs in Raderbroich beim Einschalten der Grundwasser-Pumpen Wasser staut. Dazu soll ein Damm als Sperreinrichtung aufgebaut werden – vorerst zum Test, wie es heißt.

Das geht aus einem Schreiben der Stadt an die Kreisverwaltung hervor, dessen Untere Wasserbehörde dem Bau des Damms zustimmen muss. Anlass zur Sorge gegeben hatte Anwohnerin Katrin Schmitz und ihrer Mutter die Vertiefung der Fluitbach-Sohle direkt vor ihrem Hof. Weil sich die Arbeiten auf diesen Bereich beschränkt haben, befürchteten sie, dass das Wasser nicht wie vorgesehen in den Trietbach bei Herrenshoff abfließen kann. Die Sohle des Bachs sei laut Schmitz andernorts erhöht worden, während sie bei ihr in Raderbroich vertieft wurde, obwohl das Wasser in die andere Richtung fließen soll. Dadurch staue es sich, der Boden sauge sich voll, ihr Haus könne Schaden nehmen.

Die Zusage für den Bau einer Sperreinrichtung einige Meter vor der „kritischen“ Stelle sollen Vertreter der Stadt, darunter der stellvertretende Bürgermeister Albert Richter, bei einem Ortstermin gegeben haben – wenige Stunden nach den Arbeiten an der Bachsohle, wie jetzt bekannt wurde. Allerdings kann die Stadt nicht eigenmächtig über den Bau eines Damms zur Gefahrenabwehr entscheiden. Das „Go“ muss vom Kreis kommen. „Wir können noch nicht von einer gesicherten Lösung ausgehen“, sagt Katrin Schmitz und verweist darauf, dass es sich bei der Sperreinrichtung um eine „Testphase“ handeln soll.

Wie das Problem des Wasser-Staus bei laufenden Pumpen langfristig gelöst werden kann, soll geprüft werden. Laut Richter müsse auch geprüft werden, ob die Sohlenvertiefung am Hof Schmitz ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

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(cka)
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