Korschenbroich: "Baggerbiss" für 150 Baugrundstücke

Korschenbroich: "Baggerbiss" für 150 Baugrundstücke

Nach dreijähriger Entwicklung wird das neue Baugebiet "An der Niers-Aue" realisiert. Auf einer Fläche von 9,2 Hektar werden zunächst 150 Grundstücke erschlossen. Ab 8. Mai geht's los. Gestern wurde das offizielle Startzeichen gegeben.

Bis die ersten Häuslebauer ihre neuen Eigenheime beziehen können, ist noch etwas Geduld erforderlich. Mitte 2019 sollen sie bezugsfertig sein. Das offizielle Startzeichen für das Wohngebiet "An der Niers-Aue" in Korschenbroich gab gestern Bürgermeister Marc Venten gemeinsam mit Projektentwickler und Investor Norbert Amand. Aufgrund der Größe der Grundstücksfläche (9,2 Hektar) entschieden sich beide gegen den obligatorischen Spatenstich und zogen den sogenannten Baggerbiss vor.

Das Areal im Korschenbroicher Westen - zwischen der Landstraße 381 und der Gilleshütte - umfasst 19,2 Hektar. Davon werden 17 Hektar bebaut. In zwei zeitlich um zehn Jahre versetzten Schritten soll das neue Baugebiet "An der Niers-Aue" realisiert werden. Insgesamt sind dort Eigenheime und Wohnungen für rund 800 bis 1000 Menschen vorgesehen. Zunächst werden jetzt auf 9,2 Hektar rund 150 Baugrundstücke erschlossen. Bereits in der zweiten Mai-Woche will der Projektentwickler Amand damit beginnen.

Zunächst werden der Mutterboden abgetragen und die Baustelle in der Gilleshütte eingerichtet, bevor dann der Kanal verlegt und später die Baustraßen erstellt werden. Die Erschließung soll laut dem Technischen Beigeordneten Georg Onkelbach im ersten Quartal 2018 abgeschlossen sein. Verläuft alles reibungslos, werden nach Angaben von Amand-Projektleiterin Andrea Saam Mitte 2019 die ersten Eigenheime bezugsfertig sein.

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Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist immens. Die Stadt vermarktet in der "Niers-Aue" 42 Grundstücke, 103 Flächen veräußert die Amand GmbH & Co. Korschenbroich-West KG. Während das Bewerberverfahren bei der Stadt noch bis zum 10. Mai läuft, hat Andrea Saam bereits 600 Anfragen vorliegen. "45 Kaufverträge sind schon notariell beurkundet. Und 40 der Käufer kommen aus Korschenbroich", skizziert Andrea Saam die Nachfrage. Wichtig ist für sie zu erwähnen: "Wir vermarkten, wie mit der Stadt Korschenbroich vereinbart, architekten- und bauträger-frei."

Hochzufrieden zeigte sich gestern auch Bürgermeister Marc Venten: "Korschenbroich ist als Wohnstandort extrem begehrt. Wir profitieren hier von der Nähe zu den Städten wie Mönchengladbach und Düsseldorf sowie von unserer dörflichen Struktur." Er erinnerte an die einzelnen Planungsschritte und rief den rund 20 Anwesenden zu: " Hier entsteht ein neuer Ortsteil, direkt im Grünen mit hoher Wohnqualität." Für Venten steht fest: "Mit der ,Niers-Aue' können wir in dem interkommunalen Konkurrenzkampf punkten." Und punkten konnte die Stadt bereits beim Investor und Projektentwickler Norbert Amand. Der Unternehmer aus Ratingen lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Beigeordneten Onkelbach und dessen Team. Amand sprach von "geballter Kompetenz" und erklärte weiter: "Vom ersten Kennenlernen bis heute sind drei Jahre vergangen. Das ist eine sensationell kurze Zeit. Damit sind Sie in Korschenbroich für mich in NRW klarer Sieger."

(NGZ)