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Korschenbroich: Auf 124 Seiten "ehrlich wie ein Butterbrot"

Korschenbroich : Auf 124 Seiten "ehrlich wie ein Butterbrot"

Peter Schmitt tat sich schwer damit, aus einigen hundert Rezepten letztendlich 32 für sein erstes Kochbuch auszusuchen. "Zweimal war das Buch schon fast fertig, zweimal habe ich alles wieder umgeschmissen", sagt der Küchenchef des Liedberger Landgasthauses und lacht.

Da musste hier noch eine Zutat zum Verfeinern ergänzt, da noch eine Komponente eines Gerichts ausgetauscht werden. Erst für die dritte Version gab Schmitt seinen Segen. Jetzt ist das Werk nach eineinhalb Jahren Arbeit fertig: "Ehrlich wie ein Butterbrot" heißt es, ist 124 Seiten dick und kostet 28 Euro. Unter anderem im Landgasthaus und bei einigen Lieferanten ist es zu bekommen, pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Landgasthauses.

32 unverzichtbare Rezepte

"Als halbwegs ambitionierter Koch muss man irgendwann auch mal den Kopf entlasten und irgendwas aufs Papier bringen", sagt Peter Schmitt. Seitdem er zusammen mit seiner Frau Simone das Landgasthaus betreibt, zeigt er ihr immer wieder bunte Zeichnungen von Gerichten und Rezeptideen — vor eineinhalb Jahren beschlossen die beiden dann, einige Kreationen in einem Buch zu sammeln. Seeteufelpäckchen mit Paprika, Rinderfilet auf Möhren, Zitronengras-Curry-Cappucino und Rotbarbenfilet mit Stampfkartoffeln gehören zu den 32 Gerichten, die das Ehepaar für das Buch ausgesucht hat. In der Rubrik "Unverzichtbar" verrät Schmitt seine Rezepte für leckere Klassiker — wie dunkle Sauce, Risotto, Knödel, Vanilleeis und Tomatenchutney. Immer wieder würden Gäste nach dem Essen fragen: "Das war lecker, wie macht man das", erzählt er. Auch das hat ihn dazu motiviert, ein Kochbuch zu schreiben. "Das sind alles Gerichte, die die Philosophie des Liedberger Landgasthauses widerspiegeln", sagt er. Hochwertige Produkte von Partnern aus der Region zu nutzen, "kein Fertigfutter" anzubieten, mit Menschen zu arbeiten, die Spaß an ihrem Beruf haben — das sind Dinge, die für Peter Schmitt das Landgasthaus ausmachen. Das Haus sei "ehrlich wie ein Butterbrot". Und das Butterbrot sei "der Innbegriff guten Essens". Kein Wunder also, dass er das Buch danach benannte.

Eigentlich sei das Werk "ein Bilderbuch zum Nachkochen", meint Schmitt, der bei der Umsetzung viel Unterstützung aus der Region hatte: Fotograf Lothar Berns dokumentiert über mehrere Seiten, wie es in der Küche des Gasthauses zugeht, die Gerichte hat er ebenfalls abgelichtet. Sie sind umrahmt von Zeichnungen des Illustrators Jan Hillen, das Designbüro Lockstoff übernahm die Gestaltung. 1400 Exemplare hat das Team drucken lassen. Läuft der Verkauf gut, soll es eine zweite Auflage geben — oder gleich ein neues Buch. Ideen dafür hat Peter Schmitt zumindest schon.

(naf)