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Korschenbroich: Atomgau: Ausgabe von Jodtabletten in den Feuerwachen

Korschenbroich : Atomgau: Ausgabe von Jodtabletten in den Feuerwachen

Seit Wochen treibt die Bürgermeister im Rhein-Kreis die Frage um: Wie verfahre ich bei einem Katastrophenfall in einem der beiden belgischen Atomkraftwerke in Tihange oder in Doel? Die Frage konnte Bürgermeister Marc Venten in der jüngsten Ratssitzung noch nicht beantworten. "Wir werden den Rhein-Kreis bitten, ein Konzept für die Verteilung der Jodtabletten zu erarbeiten", teilte der Beigeordnete Thomas Dückers dem Stadtrat mit. Da Korschenbroich im Ernstfall außerhalb der sogenannten Gefahrenzone liegt, sollen laut Erlass zunächst nur Schwangere sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit den Jodtabletten versorgt werden.

"In Korschenbroich gehen wir von 6000 Betroffenen aus", sagte Dückers. Damit nicht jeder Bezugsberechtigte ins Rathaus kommen müsse, regte er eine dezentrale Ausgabe an. "Unser Vorschlag wäre es, die Tabletten in den sechs Feuerwachen zu lagern und dort auszugeben", teilte Dückers dem Rat mit. Und Venten ergänzte: "Es ist leider nicht zulässig, die Tabletten vorab zu verteilen." In dem Zusammenhang erinnerte Venten an die Unterstützung von Hans-Jürgen Petrauschke.

Der Landrat hat sich im Streit um die Verteilung von Jodtabletten zur Verhinderung gesundheitlicher Folgeschäden nach einem Störfall in einem der beiden "Bröckel-Reaktoren" bereits an den Innenminister gewandt und um Klärung des Verteilmodus gebeten.

(-wi)