Korschenbroich: Anwohner bemängeln Stadt-Konzept

Korschenbroich: Anwohner bemängeln Stadt-Konzept

Die geplante Bebauung des Dorfplatzes stößt bei Bürgern auf Kritik.

Der Entwurf für den Bebauungsplan eines städtischen Grundstücks zwischen dem Holzweg und der Straße Flachsbleiche in Raderbroich sorgt bei den Anwohnern für Ärger. Im Fokus: die problematische Zufahrt, die über den schmalen Nöhlenweg erfolgen soll. Josef Jacken, Anwohner der Flachsbleiche, bemängelt, dass die Stadt kein klares Konzept habe. "Öffentliche Fußwege sollen jetzt ungeachtet der geringen Breite und ungeachtet der Gefahren, die damit verbunden sind, genutzt werden", sagt er. "Die Stadt ist nicht dazu in der Lage, praktikable Lösungsvorschläge zu erarbeiten."

Tatsächlich gestaltet sich die Zufahrt sowohl über den Holzweg als auch über den Nöhlenweg und die Flachsbleiche schwierig, weil die Wege extrem schmal sind. Unter dem Streit um die Zufahrt leidet auch die Nachbarschaft. Die Stadt stifte Unfrieden unter den Anwohnern, sagt Josef Jacken. "Die Bebauung soll durchgesetzt werden gegen jede Vernunft." Josef Jacken sieht zudem die örtliche Harmonie gefährdet. "Der Dorfplatz fügt sich harmonisch in das Gesamtkonzept der Bebauung ein. So ist auch gewährleistet, dass heimische Vögel wie Meisen, Spechte und andere Tiere ein Zuhause haben", erzählt Jacken, der auf dem betroffenen Grundstück auch Eichhörnchen beobachtet haben will. Er regt an, das Areal im jetzigen Zustand zu belassen und von dem Bauvorhaben abzusehen - "der Dank der Anwohner ist gewiss".

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Von ihrem Vorhaben dürften Stadt und Kommunalpolitiker kaum mehr absehen wollen, vielmehr sollen die Einwände geprüft werden. Jetzt endete auch die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs. Einen Monat lang hatten Anwohner die Möglichkeit, ihre Bedenken bei der Stadt kundzutun. "Wir werden abwägen müssen, wie wir mit der Zuwegung zu dem Grundstück verfahren", sagte Albert Richter von der SPD-Fraktion, nachdem Holzweg-Anwohner Ralf Kaske auf die gefährliche Zuwegung im Planungsausschuss hingewiesen hatte. Rudolf Graaff von der CDU betonte, die Bedenken der Anwohner würden überprüft: "Auch die Fachbehörden werden sich ein Bild machen." Mit dem Planentwurf werde sich der Planungsausschuss weiter befassen. Die Empfehlung des Gremiums muss dann durch den Stadtrat.

(cka)