Korschenbroich: Abiturientin geht auf Abenteuerkurs

Korschenbroich : Abiturientin geht auf Abenteuerkurs

Kristina Henneke aus Korschenbroich verbrachte fünf Monate in Argentinien.

Nach dem Abitur für ein paar Monate ins Ausland gehen - das war schon immer ihr Traum. Den hat sich die 20-jährige Kristina Henneke aus Korschenbroich jetzt erfüllt. Sie verbrachte fünf Monate in Cordoba in Argentinien und arbeitete dort in einem Kindergarten. "Ich habe mich auf das Abenteuer eingelassen, um eine neue Kultur kennenzulernen und meine Spanisch-Kenntnisse in der Praxis zu verbessern", sagt Kristina Henneke, die am Gymnasium Korschenbroich ihr Abitur absolvierte.

Der Startschuss für den freiwilligen Argentinien-Aufenthalt fiel im September vergangenen Jahres - zuhause war sie in den fünf Monaten in einer Gastfamilie. "Die nahm mich herzlich auf und half mir gerade in den ersten drei Wochen, mich zurecht zu finden", sagt Henneke. In der ersten Zeit habe sie sprachliche Barrieren überwinden müssen. "Das war anfangs insbesondere im Kindergarten schwierig, weil ich die Kleinen häufig nur schwer verstehen konnte", sagt die junge Korschenbroicherin.

Der Aushilfs-Job im Kindergarten gehörte zu ihrem Projekt, das sie während des Aufenthalts durchführte. Kristina Henneke zieht sogar einen Vergleich: "Während sich in Deutschland viele Kommunen schwer tun, genügend U3-Plätze in den Kitas bereitzustellen, ist die Betreuung von Kleinkindern in Argentinien schon längst eine Selbstverständlichkeit", sagt die 20-Jährige, die eine durchweg positive Bilanz aus ihrem fünfmonatigen Argentinien-Besuch zieht: "Ich würde es jederzeit wieder machen und kann es jedem empfehlen, der nach der Schule die Welt entdecken möchte", sagt sie.

Im Laufe der Wochen habe es auch mit der Verständigung immer besser geklappt - Kristina Henneke lebte sich in den Alltag einer argentinischen Familie ein. Sie sagt: "In Argentinien läuft vieles deutlich entspannter als in Deutschland, die Menschen dort sind lockerer."

Mit ihren Eltern in Korschenbroich hat sie regelmäßig telefoniert oder per Webcam gesprochen. Ein großer Unterschied zu Deutschland: "In Argentinien war es durchweg ziemlich warm draußen, an vielen Tagen sogar über 25 Grad, während in Deutschland die Kälte einzog und gar nicht daran zu denken war, mit T-Shirt und kurzer Hose vor die Tür zu gehen", sagt sie. Gekostet hat der Aufenthalt, der von dem Unternehmen VoluNation vermittelt wurde, mit Verpflegung sowie Hin- und Rückflug etwa 2000 Euro. "Das war es mir definitiv wert", erzählt Henneke. Noch heute stehe sie im regelmäßigen Kontakt zu ihrer Gastfamilie und auch zu anderen Deutschen, die in Argentinien leben. Ab September will die abenteuerlustige Korschenbroicherin Psychologie studieren.

(RP)
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