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Altweiber in Köln und Leverkusen: Zwei Männer von Straßenbahn mitgeschleift

Altweiber in Köln und Leverkusen : Zwei Männer von Straßenbahn mitgeschleift

Zwei betrunkene Jecke sind an Weiberfastnacht in Köln von Straßenbahnen mitgeschleift und schwer verletzt worden. Ein 38-Jähriger wollte um 23 Uhr am Rudolfplatz zwischen zwei Waggons der Linie 7 durchklettern.

Als die Straßenbahn anfuhr, geriet der Betrunkene unter das Fahrzeug und wurde einige Meter mitgeschleift. Gegen 23.40 Uhr versuchte der ebenfalls alkoholisierte 18-Jährige an der KVB-Haltestelle Eifelstraße, eine sich schließende Tür der Linie 16 wieder aufzusperren, indem er seinen Fuß dazwischenklemmte. Als die Bahn anfuhr, wurde der Mann etwa 50 Meter weit mitgeschleift. Die beiden schwer verletzten Männer werden stationär im Krankenhaus behandelt.

Ingesamt zieht die Polizei Köln nach der Eröffnung des Straßenkarnevals eine positive Bilanz. Die Einsätze und Maßnahmen blieben auf dem (hohen) Niveau der letzten Jahre.

Bei strahlendem Sonnenschein verlief der Straßenkarneval bis in die Nachmittagsstunden weitgehend störungsfrei. Seit den Morgenstunden trieben allerdings zahlreiche Taschendiebe ihr Unwesen - schon um 8.30 Uhr wurde ein 17-Jähriger in flagranti erwischt.

Der Bereich Zülpicher Straße/Hohenstaufenring musste aufgrund des hohen Besucheraufkommens bereits gegen 11.20 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden und wurde erst um 22.10 Uhr wieder freigegeben.

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Mit einsetzendem Regen verlagerte sich das karnevalistische Treiben dann mehrheitlich in die bald überfüllten Gaststätten. Zusammen mit dem ansteigenden Alkoholkonsum führte die drangvolle Enge in den Abendstunden zu einer spürbaren Steigerung des Aggressionspotentials. Immer häufiger mussten die eingesetzten Polizeikräfte einschreiten, um Eskalationen zu verhindern.

Eine ähnliche Entwicklung nahmen die Feierlichkeiten in Leverkusen. Vor allem am Lindenplatz in Schlebusch konzentrierte sich ein "Narrenaufkommen" von bis zu 2000 Personen. Auch dort verhielten sich viele alkoholisierte Jugendliche mehr und mehr aggressiv. Zwei Jugendliche wurden von den Ordnungshütern nach Hause zu ihren Eltern gebracht.

In der Domstadt mussten insgesamt 97 Personen in Gewahrsam genommen werden, in Leverkusen eine Person. 20 Personen wurden in Köln vorläufig festgenommen - darunter allein elf Taschendiebe. Die Beamten in Köln legten 289 Strafanzeigen vor, überwiegend gegen Schläger (Leverkusen: 155) und Diebe (56). Die Beamten in Leverkusen fertigten 13 Strafanzeigen, darunter neun wegen Körperverletzungsdelikten.

Elf Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte wurden verzeichnet, außerdem 13 Raubdelikte (keine in Leverkusen). 247 Platzverweise mussten in Köln ausgesprochen werden, 42 in Leverkusen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Narren übernehmen in Köln die Macht

(ots)